• FA-123611 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Verkehr
Sammlungsgruppe
Brücken und Tunnel
Epoche
1850 - 1899
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.

Knoten der Trisannabrücke

Der Bau der Arlbergbahn stellte die Ingenieure vor große Herausforderungen. Neben dem 12,4 km langen Arlbergtunnel war es die Trisannabrücke, die besondere Anforderungen an den Bau stellte.

Die Arlbergbahn überquert am Eingang des Paznautales zwischen den Bahnhöfen Pians und Strengen den Fluss Trisanna. Die schroffe Schlucht neben dem Schloss Wiesberg wird mit einer 231 Meter langen Brücke überwunden.

Der Mittelteil der Brücke wurde als genietete Fachwerk-Bogenbrücke aus Schweißeisen ausgeführt. Mit 120 Metern Spannweite war es damals die weit gespannteste Eisenbrücke in Österreich. Die Vorlandbrücken wurden als Viaduktbögen aus Bruchstein gefertigt. Die Pfeiler für die Auflager hatten eine Höhe von 55 und 57 Metern.

Die Arbeiten wurden in 88 Meter Höhe über der Talsohle durchgeführt. Dazu errichtete man ein Montagegerüst aus Holz. Nachts beleuchtete elektrisches Licht die Baustelle und ermöglichte so die kurze Bauzeit zwischen Juli 1883 und Juli 1884.

Nach dem Ersten Weltkrieg hatte Österreich die Kohlereviere in Mähren verloren. Daraufhin wurde beschlossen, die Elektrifizierung der großen Alpenstrecken rasch umzusetzen.

Die Strecke musste dazu den höheren Gewichten der Elektrolokomotiven angepasst werden. Die größte Herausforderung war die Verstärkung der 120 Meter langen Trisannabrücke durch einen unten liegenden fischbauchartigen Träger.

Die Energie sollte aus Wasserkraft gewonnen werden. Neben dem 1913 eröffneten Ruetz-Kraftwerk entstand ab 1919 das Spullersee-Kraftwerk. Beide lieferten ab 1925 die Energie für den elektrischen Betrieb der Arlbergbahn.


Inv.Nr. 40025
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