Laservibrometrie-Anlage

Bild
 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Technische Grundlagen
Sammlungsgruppe
Physikalisch/chemische Grundlagen
Epoche
1990 - 1999
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.
Akustische Schwingungen und Vibrationen sind mit dem freien Auge nur selten zu sehen. Mit einem Messgerät und einem Computer lassen sie sich aber anschaulich darstellen.

Ein Laservibrometer arbeitet ähnlich wie die Geschwindigkeitsmessung von Fahrzeugen durch die Polizei: Ein Laserstrahl wird auf das Objekt gerichtet und das reflektierte Licht analysiert. Durch den Dopplereffekt hat es seine Eigenschaften geringfügig verändert, da sich die Oberfläche durch die Vibration bewegt. Ein Computer, der an den Messkopf angeschlossen ist, registriert diese Veränderungen und setzt sie zu einem Schwingungsbild zusammen. Wird der Laserstrahl zeilenförmig über die Oberfläche bewegt („Scanning Vibrometer“), erhält man ein Schwingungsbild des gesamten Körpers.

Dieses Bild kann im Computer sogar animiert werden. Man sieht dann, wie sich die Oberfläche bei der Schwingung bewegt. Es lässt sich damit z. B. herausfinden, wo im Auto durch Vibrationen Lärm entsteht, ob eine Festplatte ruhig läuft, ob das Trommelfell im Ohr ausreichend beweglich ist, warum in einer Papiermaschine die Oberfläche der Papierbahn durch unrunde Glättwalzen Glanzstellen aufweist usw. Auch Musikinstrumente lassen sich damit auf ihre Klangeigenschaften untersuchen.

Hersteller: Polytech, Waldbrunn
Entstehungszeit: 1993


Inv.Nr. 31276

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