• FA-104997_Löffelradmühle © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Energie & Bergbau
Sammlungsgruppe
Maschinenbau
Epoche
1900 - 1909

Löffelradmühle

Fast schon eine Turbine: Löffelräder sind zum Antrieb von Getreidemühlen in gebirgigen Gegenden geeignet. Sie nutzen geringe Wassermengen bei großer Fallhöhe.

Mit einem aus Brettern gefügten Gerinne wird Wasser auf die Schaufeln geleitet. Diese Mühle hat gewisse Ähnlichkeiten mit heutigen Turbinen. Die Form und Machart der Schaufeln sind jedoch weit von den aktuellen Hightechprodukten entfernt. Das Mahlwerk sitzt direkt auf dem oberen Ende der Welle des Wasserrades.

Dieser Typus von Wassermühlen findet sich in vielen Bergbauerngebieten. Unabhängig voneinander wurden sie in den Alpen, im Taurus-Gebirge und im Himalaja entwickelt. In Österreich sind Löffelradmühlen unter dem Namen Fluder- oder Flodermühlen bekannt.
Wasserrad, Welle und Mahlwerk dieser Mühle aus den Sammlungen des Technischen Museums Wien sind Originale, das Gestell ist eine Nachbildung.

Schenkung: J. M. Voith, Turbinenfabrik und Eisengießerei St. Pölten
Entstehungszeit: 19. Jahrhundert

Inv.Nr. 708
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