Massenspektrometer

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 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
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 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Technische Grundlagen
Sammlungsgruppe
Physikalisch/chemische Grundlagen
Ausstellung
Natur und Erkenntnis
Epoche
1970 - 1979
Atome „abwägen“? Mit einer Waage geht das nicht. Mit einem Massenspektrometer kann man allerdings sogar verschieden „schwere“ Partikel voneinander trennen.

Chemische Elemente, die in der Natur vorkommen, enthalten meist mehrere Isotope, das heißt unterschiedlich „schwere“ Atome des gleichen Elements. Mit dem Massenspektrometer, das 1916 erfunden wurde, kann man sie voneinander trennen und ihre Masse bestimmen. Mithilfe des Massenspektrometers konnte man auch bestätigen, dass Atome aus einfachen Grundbausteinen bestehen. Das hatte William Prout (1785 - 1850) schon 1815 vermutet.

Die im Technischen Museum Wien aufgestellte Anlage MM60 stammt aus dem Labor für Geochronologie am Institut für Geologische Wissenschaften der Universität Wien. Sie umfasst die komplette Stromversorgung, die Steuer- und Auswerteeinheit und das gekrümmte Strahlrohr mit allen Zusatzeinrichtungen, vor allem den Ablenkmagneten: Von einer „Ionenquelle“ ausgehend, bewegt sich ein Strahl geladener Atome oder Moleküle im Hochspannungsfeld durch das Rohr. Das Magnetfeld lenkt den Strahl je nach Masse der Partikel unterschiedlich stark ab, daher die Rohrkrümmung. Am Ende des Rohrs treffen verschiedene Massen an verschiedenen Stellen auf und können daher unterschieden werden.

Hersteller: Micromass Ltd., Manchester
Entstehungszeit: um 1975



Inv.Nr. 66166/2

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