Mercedes Elektra Elektrische Schreibmaschine

Mercedes Büromaschinen-Werke AG, Zella-Mehlis, seit 1921

Bild
 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Information & Kommunikation
Sammlungsgruppe
Büro
Ausstellung
medien.welten
Epoche
1920 - 1929

Büroalltag


Carl Schlüns entwickelt 1921 eine Schreibmaschine, bei der das Anschlagen der Typenhebel durch einen kleinen Elektromotor erfolgt.

Mit dem Wirtschaftsaufschwung in Europa werden mechanische Schreib- und Rechenmaschinen zu Gebrauchsgütern des Büroalltags in Unternehmen und Behörden. Für die deutsche Büromaschinenfabrik Mercedes in Thüringen entwickelt der Ingenieur Carl Schlüns 1921 eine elektrisch angetriebene Schreibmaschine. Die Mercedes Elektra ist im Hinblick auf die mechanische Grundkonstruktion den handbetriebenen Mercedes-Maschinen gleich und arbeitet ebenso mit Vorderaufschlag. Doch lässt ein kleiner Elektromotor auf der rechten Seite schon bei einem leichten Anschlag einer Taste den entsprechenden Typenhebel aufschlagen.

Die Firmengeschichte der Mercedes Büromaschinen-Werke AG widerspiegelt die einschneidenden Entwicklungen der Zeit. Ende 1927 wird die Firma als Tochterunternehmen des New Yorker Konzerns Underwood-Elliott-Fisher neu gegründet. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise nach 1929 muss sie die Zahl ihrer Beschäftigten stark reduzieren, ab 1933, im aufrüstenden Dritten Reich, kann sie wieder expandieren.


Inv.Nr. 50491

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