• FA-109590 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
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Musikinstrumente
Ausstellung
Musikinstrumente
Epoche
1990 - 1999

Mixturtrautonium

Das Trautonium ist eine Entwicklung des deutschen Elektrotechnikers Friedrich Trautwein aus dem Jahr 1930. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es von Oskar Sala zum Mixturtrautonium weiterentwickelt.

Das Trautonium enthält einen elektronischen Oszillator zur Schwingungserzeugung. Seine Frequenz kann über einen Widerstandsdraht eingestellt werden. Von Anfang an erweckte das Instrument großes Interesse, unter anderem beim Komponisten Paul Hindemith . Einer seiner Schüler, Oskar Sala, war von den Entwicklungsmöglichkeiten des Instruments so fasziniert, dass er sich zeit seines Lebens nur mehr mit seiner Weiterentwicklung beschäftigte.

Der Endpunkt der Entwicklung war das Mixturtrautonium. Mit ihm werden in Anlehnung an die Obertonreihe konventioneller Instrumente „Untertöne“ durch Teilung der Frequenz eines Muttergenerators erzeugt. Durch verschiedene Kombinationen von Tönen aus dieser „subharmonischen Reihe“ entstehen die „Mixturen“. Zusätzliche Möglichkeiten bieten ein Rauschgenerator zur Erzeugung von Geräuschen, eine Vorrichtung für Halleffekte oder elektrische Unterbrecher für rhythmische Effekte. Die Klangmischungen sind in Verbindung mit den unterschiedlichen Zusatzeffekten bis heute einmalig. Das Instrument wurde auch zur Vertonung und für Geräuscheffekte in Filmen verwendet, so zum Beispiel in Alfred Hitchcocks „Die Vögel“. Oskar Sala veröffentlichte mehrere Schallplatten und komponierte am Mixturtrautonium die Musik zu zahlreichen Dokumentarfilmen.

Der im Technischen Museum Wien ausgestellte Nachbau eines Mixturtrautoniums entspricht dem Instrument, das Oskar Sala 1952 baute. Das Original steht heute im Deutschen Museum Bonn.

Hersteller: Burkart Hauck und Doepfer Musikelektronik
Herstellungsort: Hassfurth und Gräfelfing (Deutschland)
Entstehungszeit: 1999



Inv.Nr. 50634
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