Modell einer Zigarettenfabrik, 1925-1930

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© Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
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Sammlungsbereich
Produktionstechnik
Sammlungsgruppe
Nahrungs- und Genussmittel
Ausstellung
IN ARBEIT
Epoche
1920 - 1929
Ob geschnupft, geraucht oder gekaut: Tabak befriedigt die unterschiedlichsten Bedürfnisse. Mit dem Ende des 19. Jahrhunderts trat die raschlebige Zigarette ihren Siegeszug an.

Die veränderte Rauchkultur mit ihrem ständig wachsenden Bedarf an Zigaretten und damit steigenden Produktionszahlen förderte die Industrialisierung der Herstellungsbranche von Tabakwaren. Die Österreichische Tabakregie spendete dem Technischen Museum Wien im Jahr 1930 das beeindruckende Modell einer Zigarettenfabrik, wobei es sich nicht um eine bestimmte Fabrik handeln dürfte. Es sind die Abläufe bei der Tabakverarbeitung vom Rohstoff bis zur Produktverpackung dargestellt. Das Modell besteht aus vier Elementen, die folgende Produktionsschritte zeigen: 1. die Vorrichtung der Zigarettentabak-Rohstoffe, 2. die Zigarettentabak-Verpackung, 3. die Zigaretten-Erzeugung und 4. die Zigaretten-Verpackung.

Zu sehen ist der zur damaligen Zeit modernste Fuhrpark leistungsfähiger Maschinen zur Zigarettenherstellung, wie Strang-, Stopf- und Hülsenmaschinen, Päckchen- und Packmaschinen, Schleifmaschinen für die Tabakschneidemesser sowie eine pneumatische Tabakförderanlage. Unter den Maschinenherstellern seien hier nur die in Wien ansässigen Hofherr & Schrantz und Friedrich Lerner genannt.

Entstanden ist das Modell Ende der 1920er-Jahre im Kunstgewerblichen Atelier des Otto Völkl im 5. Wiener Gemeindebezirk. Die handgeschnitzten Figuren sind sehenswert. Der mögliche Eindruck einer Puppenstube täuscht jedoch. Hier arbeiten Beschäftigte in uniformähnlicher Kleidung bei hochgradiger Arbeitsteilung, mit ausgeprägten Hierarchien zwischen den Geschlechtern. Ihre Organisation weist nahezu militärische Züge auf. Der Großteil der Beschäftigten verdiente wenig, doch die staatliche Regie gewährleistete zumindest eine gewisse Kontinuität. Mehr als 80 Prozent der Beschäftigten waren Frauen.

Das anschauliche, frisch restaurierte Modell im Maßstab 1:10 ist in der Ausstellung „IN ARBEIT“ zu sehen.

Hersteller: Otto Völkl, Kunstgewerbliches Atelier für Modelle, Wien
Entstehungszeit: Ende der 1920er-Jahre 



Inv.Nr. 11586/4

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