Modell einer Zuckerbäckerwerkstätte, 1935

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© Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
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Sammlungsbereich
Produktionstechnik
Sammlungsgruppe
Nahrungs- und Genussmittel
Epoche
1930 - 1939
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.
Mmmh, da läuft einem das Wasser im Mund zusammen: Krapfen, Kipferln, Guglhupf, Cremeschnitten, Schokoladentorte, Nussbeugel, Mohnkuchen, Konfekt – das alles kann der Zuckerbäcker. Und noch viel mehr.

Während der Bäcker Brot und Kleingebäck aus Brotteig erzeugt, ist der Zuckerbäcker (auch als Konditor bekannt) für das Feingebäck zuständig, klassischerweise für Torten, Kuchen und Kekse. Teilweise gibt es auch Überschneidungen zwischen diesen beiden Berufsgruppen.

Das Handwerk des Zuckerbäckers wurde in Europa erst durch den Anbau und die industrielle Verwertung der Zuckerrübe im 19. Jahrhundert populär. Davor war der Zucker aus Zuckerrohr als teure Kolonialware ein Luxusgut. Mit der Zuckerrübe stand nun ausreichend süßer Stoff aus heimischer Produktion zu immer erschwinglicheren Preisen zur Verfügung. Neben den traditionellen Honig-Lebkuchen traten nun süße Backwerke wie Biskuit- und Rührkuchen ihren Siegeszug an und durften bei den ebenfalls „neuen“ Getränken Kaffee und Tee nicht fehlen.

Das Modell des Technischen Museums Wien stammt aus dem Jahr 1935 und zeigt die Einrichtung einer Zuckerbäckerwerkstatt, die noch über Transmission betrieben wurde. Teigkneter, Rührmaschine und Mahlwerk an der Stirnwand waren nicht mit eigenen Antrieben (etwa Elektromotoren) ausgestattet, sondern die Antriebskraft wurde von einer zentralen Quelle mittels Wellen und Riemen auf die einzelnen Maschinen übertragen. Die Teigknetmaschine neben dem Ofen an der Längswand hat dagegen bereits einen Einzelantrieb, jedoch noch riemenbetrieben. Daneben gibt es die elektrische Kühlung „Frigomat“ und eine Reihe gerahmter (Warn-)Hinweise wie „Zuerst denken, dann sagen. Zuerst wägen, dann wagen.“ – „Reinlichkeit ist Pflicht.“ – „Jedes Ding an seinen Ort. Erspart viel Zeit, Müh u. Wort.“ Auch „Rauchen verboten“ ist keine Erfindung unserer Zeit.

Das kleine Modell im Maßstab 1:10 war ursprünglich betriebsfähig, d. h. die mittels Riemen angetriebenen Maschinen konnten in Aktion vorgeführt werden.  

Hersteller: unbekannt
Entstehungszeit: 1935

Inv.Nr. 11473

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