Modell Oberschlächtiges Wasserrad

Bild
 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Energie & Bergbau
Sammlungsgruppe
Maschinenbau
Ausstellung
Energie
Epoche
1850 - 1899
Vom Lehrsaal ins Museum: Seit dem Mittelalter sind oberschlächtige Wasserräder in Europa bekannt. Der Mühlenbau war lange von handwerklichen Erfahrungen und Traditionen bestimmt.

Wasserräder waren bis zum Siegeszug der Dampfmaschine der Motor der industriellen Revolution und von entsprechender Bedeutung. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde die empirische „Wasserkunst“ von der wissenschaftlichen „Hydraulik“ an den Universitäten und Polytechnischen Instituten abgelöst.

Die Wassermaschinen wurden nach den Regeln der Wissenschaft untersucht und nach mathematischen Formeln berechnet. Ziel war, die Leistung zu optimieren. Den Studierenden wurden die Ergebnisse dieser Arbeit an Lehrmodellen demonstriert. Eines dieser Modelle aus den Sammlungen des Technischen Museums Wien ist dieses fein detaillierte Modell eines oberschlächtigen Wasserrades.

Das Wasser fließt von oben auf den Schaufelkranz des Rades und sammelt sich in den geschlossenen Zellen. Auf diese Weise tragen sowohl die Gewichtskraft als auch die Bewegungsenergie des Wassers zum Antrieb des Rades bei. Oberschlächtige Wasserräder haben aus diesem Grund einen höheren Wirkungsgrad (ca. 75 %) als unterschlächtige Räder, bei denen das Wasser von unten gegen das Rad geführt wird. Deren Wirkungsgrad liegt bei ca. 40 %.


Inv.Nr. 716

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