Morsestation mit Farbschreiber

Czeija, Nissl u. Co., seit 1896

Bild
 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Information & Kommunikation
Sammlungsgruppe
Telekommunikation
Ausstellung
medien.welten
Epoche
1850 - 1899

Morsezeichen


Der von Samuel F. B. Morse entwickelte Telegraf übermittelt Botschaften in Form von langen und kurzen elektrischen Impulsen nach dem so genannten Morsealphabet.

Große Verbreitung findet der in den 1840er-Jahren entwickelte Telegraf des Amerikaners Samuel F. B. Morse. Dabei werden Buchstaben nach einem eigenen Code aus kurzen und langen Stromsignalen – dem Morsealphabet – übermittelt. Der Telegrafist gibt die Signale mit der Morsetaste ein. Beim Empfänger werden die eingehenden Signale als Punkte und Striche automatisch auf einen Papierstreifen graviert oder gezeichnet.

Vor allem in den Metropolen steigt der Telegrafenverkehr enorm an. Um die Abläufe zu beschleunigen, kommt ab den 1860er-Jahren auf wichtigen Linien auch der Typendrucktelegraf des Amerikaners David E. Hughes zum Einsatz. Bei diesem Gerät gibt der Telegrafist die Nachricht über Tasten einer Klaviatur ein, das Empfangsgerät nimmt die Impulse auf und druckt sie über ein Typenrad in Klartext auf einem Papierstreifen aus. Das Übersetzen in das Morsealphabet entfällt. Die Streifen werden zurechtgeschnitten, auf ein Formular geklebt und dem Adressaten per Boten zugestellt.

Inv.Nr. 54503

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