• FA-122358 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Alltag
Sammlungsgruppe
Bautechnik
Ausstellung
Alltag - eine Gebrauchsanweisung
Epoche
1950 - 1959

Musterstück eines Leichtmetall-Baugerüsts, 1955

Baugerüste gehören zum Bild wachsender und sich erneuernder Städte. Für die Sicherheit am Bau spielen sie eine große Rolle. Die Sammlung Bautechnik zeigt ein Gerüst aus Leichtmetall.

Baugerüste werden für die Errichtung und Fassadensanierung von Hochbauten verwendet. Sie sollten leicht und schnell aufzustellen sein und die nötige Sicherheit für die auszuführenden Arbeiten gewährleisten. In der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg brachte die „Österreichische Metallwerke AG“ ein neues Baugerüst aus Leichtmetall auf den Markt, das diesen Anforderungen entsprach.

Die Österreichischen Metallwerke Ranshofen wurden 1938 als Mattigwerk und Teil der Vereinigten Aluminiumwerke AG Berlin (VAW) gegründet und 1948 verstaatlicht. 1957 erfolgte die Vereinigung mit dem Metallwerk Berndorf zu den Vereinigten Metallwerken Ranshofen-Berndorf AG (VMW). Nach Ausgliederung und Verkauf des Berndorfer Werkes 1988, wurde der Betrieb in Ranshofen auf Austria Metall AG (AMAG) umbenannt. Sie gehören heute zur Österreichischen Industrie AG (ÖIAG).

1955 schenkte der Betrieb dem Technischen Museum Wien ein paar Musterstücke seiner laufenden Produktion für eine Präsentation von neuen Baumaterialien. Darunter waren Teilstücke von Leitern, Fenstern und das Baugerüst. Das Leichtmetall-Baugerüst besteht aus ein paar Rohren, patentierten Verbindungsstücken mit Schnellverschluss (Festkupplungen 90°) und einer Bodenplatte. Das einfache Verschluss-System und das geringe Gewicht des Materials erleichtern den Transport sowie den Auf- und Abbau des Baugerüsts.

Mit diesem System, in kleinen Details weiterentwickelt und mit einigen Elementen erweitert, wird im Großen und Ganzen in gleicher Form heute noch gearbeitet.



Inv.Nr. 16584/4
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