• FA-121723 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
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Orgel der Hofburgkapelle

Vor 2.000 Jahren war die Orgel ein Zirkusinstrument. Heute findet man sie vorzugsweise in Kirchen. So auch das von Carl Friedrich Ferdinand Buckow gebaute Instrument aus der Hofburgkapelle Wien.

Größere Kirchen verfügen meist über Orgeln mit mehreren Manualen und einem Pedal. Solche Instrumente sind oft spezifisch an Kirchenbauten angepasst. Diese Orgel wurde für die kaiserliche Hofburgkapelle in Wien gebaut. Ihre außergewöhnliche Gehäuseform entspricht dem zur Verfügung stehenden Raum. Anton Bruckner spielte 10 Jahre lang auf diesem Instrument.

Carl Friedrich Ferdinand Buckow (1801 - 1864), der Erbauer der Orgel, war ein typischer Vertreter der Orgelromantik. Die Disposition ist typisch für romantische Orgeln, die oft Orchesterstimmen imitieren: Zahlreiche Register sind nach Streich- oder anderen Orchesterinstrumenten benannt. Die vielen Register in 8’- und 4’-Lage erlauben vielfältige dynamische Klangabstufungen. Das Instrument wurde ohne Gehäuseoberteil und ohne Prospektpfeifen an das Technische Museum Wien übergeben. Der fehlende Teil wurde nach der Originalzeichnung von Buckow und einer Fotografie der Vorderseite rekonstruiert.

Im Technischen Museum sind Modelle der „Traktur“, der Verbindung Taste-Ventil-Pfeife, aufgestellt. Sie können ausprobiert werden, um die Funktionsweise zu verstehen. Außerdem sieht man den Blasebalg neben dem Instrument, der normalerweise verborgen ist.

Hersteller: Carl Friedrich Ferdinand Buckow, Hirschberg
Entstehungszeit: 1862
Gehäuserekonstruktion: Johann Waldbauer, Furth bei Göttweig



Inv.Nr. 17772
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