• FA-118706 (Inv.Nr. 19371), © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-120073 (Inv.Nr. 22115), © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-122247 (Inv.Nr. 22116), © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-120080 (Inv.Nr. 22118), © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-120085 (Inv.Nr. 22763), © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-120068 (Inv.Nr. 22113), © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-120070 (Inv.Nr. 22114), © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-120084 (Inv.Nr. 22762), © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-120095 (Inv.Nr. 36814), © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Produktionstechnik
Sammlungsgruppe
Glas und Keramik
Epoche
1800 - 1849
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.

Parfumflakons, Böhmen, Paris, London, 1841-1853

Test
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Das Parfum, diese flüchtige Kostbarkeit, braucht ein angemessenes Behältnis. Was Wunder, dass diese Gefäße selbst häufig recht kostbar waren und sind.

Früher bezog man Duftwässer aller Art in schlichten Medizinflaschen aus der Apotheke. Auch die Dame der Biedermeierzeit tat dies noch und füllte daheim in ihrem Boudoir die wertvolle Essenz in Luxusbehälter nach ihrem Geschmack (Bild 1). Nur waren diese Flakons nicht sehr praktisch.

Für unterwegs bedurfte es kleinerer, leichterer Behältnisse. Diese zarten Gebilde waren meist aus Glas, reich verziert und mit einem eingeschliffenen Stöpsel sowie einer Metallmontierung versehen. Das Unterteil des Stöpsels und der Flaschenhals waren von Hand geschliffen, um perfekt ineinander zu passen. Die aufwendig bearbeitete Metallkappe mit Schraubverschluss konnte zusätzlich mit einem Kettchen ausgestattet sein. Die Flakons sind nicht nur ästhetisch, sondern auch produktionstechnisch interessant. Die ganze Bandbreite der Glasmacherkunst zeigt sich in diesen Gefäßen: die unterschiedlichsten Farben und Formen, geschliffen, bemalt oder überfangen, die Kappen aus Bronze, Silber oder vergoldet.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Paris die unbestrittene Modemetropole der Welt und führend in der Herstellung von Luxusartikeln. Die in Frankreich angesiedelte, ständig wachsende Parfumindustrie zog auch eine expandierende Glasherstellung nach sich. Die Weltstadt Paris spiegelt sich im leichten, eleganten Design der hier gezeigten Parfumflakons aus der Sammlung des Technischen Museums Wien (Bilder 2-5). England kommt zeitgleich eher solide daher, mit einer Demonstration handwerklichen Könnens. Die bieder wirkenden Flakons zeigen die Bandbreite möglicher Schliff- und Schnitttechniken (Bilder 6-9). An die spielerische Eleganz Frankreichs kommen sie nicht heran. Diese nur 6-14 cm großen Miniaturen sind Kleinode, Schmuckstücke, entzückende Hüllen für einen nahezu immateriellen Inhalt. 

Hersteller: M. A. Bienert, Windisch-Kamnitz (Srbská Kamenice), Böhmen, 1841
Inv.Nr. 19371

Hersteller: Richard, Paris, um 1851
Inv.Nr. 22115, 22116, 22118, 22763

Hersteller: London, um 1853
Inv.Nr. 22113, 22114, 22762, 36814

Inv.Nr. 19371/1
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