Plan zur Regulierung der Donaustrecke Fischamend-Theben, um 1882

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Quelle: Technisches Museum Wien
Sammlungsbereich
Die Quellenvielfalt des Archivs
Sammlungsgruppe
Karten und Pläne
Epoche
1850 - 1899
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.
Die Darstellung zeigt den Abschnitt Witzelsdorf - Stopfenreuth - Petronell. Der „Situations-Plan für die Regulierung der Donau“ stammt aus dem Bestand „Karten und Pläne“ des Technischen Museums Wien.

Die Donau war neben der Bernsteinstraße seit jeher ein wichtiger Handelsweg. Schon ab dem 16. Jahrhundert wurde der Fluss reguliert, um die Schifffahrt zu erleichtern. Bereits 1744 sprach sich Maria Theresia für einen nachhaltigen Hochwasserschutz aus. Bis zur „Großen Donauregulierung“ sollten allerdings noch einige Jahrzehnte vergehen. Der Strom konnte sich bis dahin sein Bett selbst suchen. Zahlreiche eingebaute Schutzanlagen hielten den Hochwasserkatastrophen und Eisstößen nicht stand. Die Dörfer Floridsdorf und Stadlau, heute Stadteile Wiens, waren aufgrund ihrer Nähe zum Hauptarm der Donau besonders hochwassergefährdet.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde eine Donauregulierungskommission eingesetzt. Es begannen langwierige Planungen für die „Große Donauregulierung“ (1870 - 1875), einem der größten Bauprojekte der Habsburger-Monarchie. Die Kommission einigte sich auf die Zusammenlegung aller Donauarme zu einem Hauptstrom. Das Bett der Donau wurde neu gegraben. Notwendige Brücken konnten im Trockenen gebaut werden. Der frühere Hauptarm, die heutige Alte Donau, wurde stillgelegt. Als einziger Seitenarm verblieb der Donaukanal.

Bereits während der Bauphase gab es Zweifel über die Kapazität der baulichen Maßnahmen, die durch die Hochwasserereignisse von 1897 und 1899 bestätigt wurden. Der Stadtbaudirektor Heinrich Goldemund schlug 1918 erstmals vor, zur Verbesserung des Hochwasserschutzes ein Entlastungsgerinne innerhalb des Überschwemmungsgebietes zu bauen. Verwirklicht wurde der Bau der Neuen Donau erst 1972 - 1988. Die dadurch entstandene Donauinsel ist heute ein beliebtes Freizeit- und Erholungsgebiet von Wien.
Heinrich Goldemund war übrigens maßgeblich an der Gründung des Technischen Museums Wien beteiligt.



Inv.Nr. BPA-008226

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