• Haut-Chip Implantat Haut-Chip Implantat, © Technisches Museum Wien
Sammlungsbereich
Alltag
Sammlungsgruppe
Spiel und Sport
Ausstellung
Alltag - eine Gebrauchsanweisung
Epoche
ab 2000

Radiofrequenz-Identitätschip-Implantat

Für die einen ist es ein Schritt hin zu einer wunderbaren Cyborg-Zukunft, für die anderen einer auf dem Weg in die Entmenschlichung. Oder aber es ist bloß ein Chip, den man sich zwischen Daumen und Zeigefinger implantiert und mit dem man elektronische Endgeräte ohne Schlüssel oder Passwort ent- und versperrt.

Ein 12 mm langer Chip mit 2 mm Durchmesser, der mittels Hohlnadel in den Hautbereich zwischen Daumen und Zeigefinger implantiert wird. Via NFC sollen damit Türschlösser PCs, Smartphones etc. ver- und entsperrt, Autos gestartet oder Zahlungen an einer Kassa vorgenommen werden können. Der Chip ist eine Glaskapsel eingesetzt.

Anders als bei W-LAN oder Bluetooth ist bei Nahfeldkommunikation (NFC) ein Datenaustausch nur bei geringen Abständen möglich. Sender und Empfänger müssen sich beinahe berühren, was die Sicherheit um ein Vielfaches erhöht, weswegen die Technologie auch für Anwendungsmethoden mit sensiblen Daten (Passwörter, Bezahlung) geeignet ist. Die Stromversorgung erfolgt als Induktion über die elektromagnetischen Wellen.

Verschiedene Sets werden angeboten. Das hier vorliegende hat beim Verkauf den Chip in der Hohlnadel eingelegt. Mittels Spritze kann er durch diese in die Haut eingesetzt werden.
Amal Graafstra hat über Kickstarter sein Unternehmen Dangerous Things den Biohacking-Chip auf den Markt gebracht.

"Biohacking" ist der Eingriff in biologische Prozesse durch Hobbybiologen unter Berücksichtigung der Hackerethik. Biohacker experimentieren mit lebenden Organismen und Erbinformationen. Biohacker werden auch Aktivisten genannt, die transhumane Veränderungen an sich oder anderen vornehmen, indem sie Computerchip-Implantate in den menschlichen Körper einsetzen.



Inv.Nr. 99723
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