Scheibenplanimeter

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 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Technische Grundlagen
Sammlungsgruppe
Rechen-, Zeichen- und Konstruktionsgeräte
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.
Wer will schon Flächen durch Auszählen auf dem Millimeterpapier ermitteln? Das Planimeter erledigt das auf mechanische Weise.

Ein Planimeter ist ein analoges mathematisches Rechengerät. Es dient dazu, durch Umfahren einer Fläche ihre Größe zu ermitteln. Mit einem Stift, der auf einem Arm befestigt ist, wird die Fläche auf ihrem Umfang abgetastet. Dabei bewegen sich der Schlitten und der Arm des Planimeters.

Die Bewegung des Armes wird über einen Schnurzug auf die horizontale, große Scheibe übertragen, die sich ebenfalls zu bewegen beginnt. Aufgrund der Reibung beginnt das Rad mit aufgeprägter Skala, das auf der Scheibe aufliegt, sich zu drehen. Das kleine, horizontale Rad zählt nur volle Umdrehungen des anderen. Zum Ausgangspunkt der Umfahrung zurückgekehrt, kann man an den Skalen der beiden kleinen Räder die Größe der Fläche ablesen.

Die theoretische Grundlage dafür bildet die Infinitesimalrechnung, insbesondere der „Satz von Green“. 

Hersteller: Starke & Kammerer, Wien
Entstehungszeit: um 1895


Inv.Nr. 18843/1

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