• FA-120427 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Energie & Bergbau
Sammlungsgruppe
Maschinenbau
Ausstellung
Energie
Epoche
1800 - 1849

Schnittmodell zweier Wassersäulenmaschinen

Warum Wasser kochen? Es funktioniert auch ohne Dampf! Wassersäulenmaschinen ähneln in ihrer Arbeitsweise den Dampfmaschinen.

Anstelle von Dampf bewegt Treibwasser einen Kolben in einem Zylinder. Die Bewegung wird auf eine Pumpe übertragen. Wassersäulenmaschinen können mit wenig Antriebswasser eine hohe Leistung erbringen.

Das Technische Museum Wien besitzt zwei Schnittmodelle von Wassersäulenmaschinen. Eines zeigt eine Maschine, die 1828 konstruiert wurde. Mittels Kettentriebes wird die Pumpe angetrieben. Die Maschine diente zur Entwässerung eines Silberbergwerks in Schemnitz (Slowakei). Bei der anderen Maschine von Georg von Reichenbach sitzen Arbeits- und Pumpenkolben auf einer gemeinsamen Kolbenstange. Zur Steuerung dieser einfach wirkenden Wassersäulenmaschine wurden die bis dahin verwendeten Hähne durch Kolben ersetzt.

Das 1817 in Ilsank aufgestellte Original war Teil der Soleleitung Berchtesgaden-Reichenhall-Rosenheim. Es konnte 2,6 Liter Sole pro Sekunde befördern. In diesem Abschnitt wurde die Flüssigkeit um 355 Meter gehoben. Die erforderliche Energie lieferte das Aufschlagwasser mit einer Druckhöhe von 109 Metern. Im Deutschen Museum in München befindet sich das Original dieser Maschine. Bemerkenswert neben ihren Dimensionen ist ihre Einsatzdauer: Diese Maschine lief 110 Jahre ohne größere Probleme.

Hersteller (Modelle): Samuel Bollinger
Entstehungszeit (Modelle): 1837
Vorbesitzer: K. k. Polytechnisches Institut Wien


Inv.Nr. 20217
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