• 95557-000_1406332 Statuette Hl. Barbara © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Energie & Bergbau
Sammlungsgruppe
Montanwesen
Ausstellung
Energie

Statuette der Heiligen Barbara

Gauben oder nicht glauben – die Frage stellt sich nicht: Bis heute ist die Heilige Barbara als Schutzheilige der Bergleute bei zahlreichen Ölbohrungen im Einsatz – freilich nur in Ländern mit christlicher Tradition.

Ob aus Vollholz geschnitzt, natur oder bemalt, aus Vollmetallguss mit Bronze Finish oder aus Zinnguss herstellt: Auf die unmittelbare Schutzkraft der Heiligen Barbara hoffen viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Erdölindustrie, wie ihre Anwesenheit in Form einer Statue bei Ölbohrungen zeigt. Ihre Fürsprache soll Unglück abwenden und Unfälle vermeiden. Obgleich die tatsächliche historische Existenz der Märtyrerin angezweifelt wird, zählt sie zu den populärsten Heiligen.

Meist wird sie mit einem Turm dargestellt. Denn dorthin soll sie von ihrem heidnischen Vater verbannt worden sein, um die wunderschöne Tochter dem Heiratsmarkt zu entziehen, so eine der Legenden um die Nothelferin, die sich in ihrer Verbannung in Abwesenheit des Vaters zur Christin taufen ließ. Erzürnt lieferte der Vater Barbara an den römischen Statthalter aus, da sie dem Christentum nicht abschwor. Schwer gegeißelt, schlug ihr schließlich der Vater selbst den Kopf ab. Daraufhin soll dieser von einem Blitz getötet worden sein. Sie wird daher auch oft mit Blitzen und Stürmen in Verbindungen gebracht. Als Schutzheilige der Artillerie fanden sich einst ihre Bilder auch in Waffen- und Munitionslagern oder Pulvermagazinen. Der 4. Dezember ist der Tag der Heiligen Barbara.



Inv.Nr. 9653
Member of