• FA-110582 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Information & Kommunikation
Sammlungsgruppe
Satz und Druck
Ausstellung
medien.welten
Epoche
1850 - 1899

Steindruck-Sternradpresse

um 1850

Steindruck


Die Lithografie etabliert sich nach 1800 vor allem zur Herstellung von Bilddrucken: von Spielkarten bis zu Landschaftsbildern.

Zur raschen und billigen Vervielfältigung von Kurztexten oder Musiknoten entwickelt Aloys Senefelder um 1800 das lithografische Druckverfahren. Er beschreibt dabei eine glatte Kalksteinplatte mit fetthaltigen Stiften. Nach dem Befeuchten und Einfärben stoßen die fettfreien Stellen die Druckfarbe ab, die fetten Stellen nehmen sie auf und ein Abdruck auf Papier kann erfolgen. Um das mühsame Schreiben in Spiegelschrift zu vermeiden, wird die Vorlage erst auf Papier richtig aufgebracht und von da auf den Stein spiegelverkehrt umgedruckt. Davon kann ein Abdruck in rückgespiegelter Form gemacht werden. Eine Variante des Steindrucks ist die Steingravüre, bei der die Druckvorlage in den Stein graviert wird.

In den Städten Europas entstehen zahlreiche Steindruckereien, die zahllose lithografische Drucke an ihre Kundschaft bringen. Sie erzeugen Plakate oder Flugschriften, Spielkarten und Landkarten, aber auch Porträts und Landschaftsbilder für die Wohnstuben des wohlhabenden Bürgertums.

Inv.Nr. 36031/1
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