• FA-110306 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Information & Kommunikation
Sammlungsgruppe
Fotografie und Film
Ausstellung
medien.welten
Epoche
1850 - 1899

Stereoskop-Betrachter

Wien um 1900

Stereoskopie


Das Stereoskop ermöglicht eine dreidimensionale Bildwahrnehmung. Nach der Vorführung auf der Weltausstellung 1851 verbreiten sich stereografische Aufnahmen in aller Welt.

1839 beschreibt der englische Physiker Charles Wheatstone die Grundlagen des räumlichen Sehens. Demnach werde ein Objekt über die beiden Augen in Form zweier Ansichten aus geringfügig unterschiedlichen Winkeln wahrgenommen. Im Gehirn würden die beiden Ansichten zur Deckung gebracht und die Differenz als Tiefenwahrnehmung interpretiert. Mit einem speziellen Betrachtungsgerät, dem Stereoskop, kann Wheatstone seine Behauptung belegen. Betrachtet man mit dieser Schauvorrichtung gleichzeitig zwei Fotos ein und desselben Motivs, die aus leicht unterschiedlichen Winkeln aufgenommen worden sind, erhält man einen dreidimensionalen Bildeindruck. 

Die stereografischen Aufnahmen entstehen mit Hilfe von Doppelkameras, bei denen der Abstand zwischen den beiden Objektiven jenem des Augenabstands entspricht. Auf der Weltausstellung in London 1851 öffentlich vorgestellt, werden Stereogramme bald überaus populär und verbreiten sich zu hunderttausenden über ganz Europa bis in die Neue Welt.


Inv.Nr. 20280
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