Triumph „Bonneville“ T 120, 1959-1972

Bild
 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Verkehr
Sammlungsgruppe
Straßenverkehr
Epoche
1970 - 1979
Die „Bonnie“ profitierte noch immer vom „Wilden“. Dabei hatte dieses Motorrad weit mehr zu bieten als den Nachruhm eines Fünfziger-Jahre-Kultfilms.

1953 fuhr Marlon Brando als „Der Wilde“ („The Wild One“) auf einer Triumph Thunderbird über die Leinwand. Seitdem fuhren die wirklich echten Kerle des Hollywoodkinos diese Marke. Auch Steve McQueen und Clint Eastwood waren auf einer Triumph auf der Leinwand zu sehen. In den frühen 1960er-Jahren war Triumph der größte Motorradhersteller der Welt.

Die „Bonneville“ T120 war eine Weiterentwicklung der Triumph Tiger 110, die wiederum auf der legendären Thunderbird von Marlon Brando aufbaute. Der Name „Bonneville“ kam von der gleichnamigen Salzwüste in Utah. Auf deren Speedway wurden immer wieder Rekordfahrten durchgeführt. Auf einer frisierten T 120 mit Stromlinienverkleidung erzielte Johnny Allen mit 214,5 mph (ca. 345 km/h) einen neuen Motorrad-Weltrekord.

Die „Bonneville“ T 120 für den Normalverbraucher war nicht ganz so schnell unterwegs, sie hatte aber immer noch einiges zu bieten. Der Zweizylinder-Viertakt-Motor mit parallel stehenden Gusszylindern, 650 cm3 und einer Leistung von 50 PS brachte eine Höchstgeschwindigkeit von 178 km/h.

Die „Bonnie“ avancierte zum Straßensportmodell schlechthin und wurde bis in die 1980er-Jahre hinein produziert. In fast 30 Jahren wurde sie über 250.000 Mal verkauft.

Auch als Sportmodell war die „Bonnie“ erfolgreich. Der Österreicher Hans Bahmer gewann in den 1960er-Jahren viele Rennen auf einer Triumph.


Inv.Nr. 39281

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