Wasserrohrkessel

Bild
 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Energie & Bergbau
Sammlungsgruppe
Maschinenbau
Ausstellung
Energie
Epoche
1800 - 1849
München grüsst Wien: „Gleich dem Mantel des Sankt Martin“ wurde der Alban-Wasserrohrkessel geteilt zwischen dem Technischen Museum Wien und dem Deutschen Museum München geteilt.

Wilhelm Exner unterhielt ausgezeichnete Beziehungen zum Deutschen Museum und seinem Gründer Oskar von Miller. Als Symbol dieser deutsch-österreichischen Freundschaft gilt der Alban-Wasserrohrkessel. „Gleich dem Mantel des Sankt Martin“ (Zitat des früheren Direktors Ludwig Erhard, 1941) wurde das Original in der Mitte durchgeschnitten und beide Hälften in den jeweiligen Häusern ausgestellt.

Dieser Kessel stellt einen besonderen Schritt in der Entwicklung des Dampfkesselbaus dar. Ab etwa 1800 reicht die Dampfleistung der herkömmlichen Koffer- und Walzenkessel für die neu entwickelten Dampfmaschinen nicht mehr aus. Um die Heizfläche und die Leistung zu vergrößern, führt man wassergefüllte Rohre durch den Feuerraum.

Der deutsche Arzt und Erfinder Ernst Alban entwickelt ab 1840 Wasserrohrkessel, die einem Dampfdruck von bis zu 10 Bar standhalten. Das Wasser wird in den leicht geneigten Rohren teilweise verdampft. Über zwei senkrecht stehende Wasserkammern strömt das Wasser-Dampf-Gemisch in die oben liegenden Kesseltrommeln. Dort trennen sich Dampf und Wasser. Auf der hier aufgeschnittenen mittleren Trommel befinden sich ein gewichtsbelastetes Sicherheitsventil und der Dampfdom für die Dampfentnahme.

Hersteller: Ernst Alban, Plau (Mecklenburg)
Entstehungszeit: 1859
Vorbesitzer: Deutsches Museum München


Inv.Nr. 829

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