• FA-123623 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Verkehr
Sammlungsgruppe
Eisenbahn
Epoche
1990 - 1999
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.

Zentralstellwerk des Südbahnhofes

Das Stellwerksgebäude des Südbahnhofs trotzte den baulichen Veränderungen. Modernisiert blieb es lange Jahre als einziger Bestandteil des Bahnhofs erhalten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die alten Bahnhöfe durch Neubauten ersetzt. Die Standorte und der Betrieb blieben weitgehend bestehen. Mit dem Bau des Wiener Hauptbahnhofes ist nun erstmals ein ganzer großer Kopfbahnhof aus dem Bild der Stadt verschwunden.

Der Wien-Gloggnitzer-Bahnhof war Ausgangspunkt der zweiten großen Bahnlinie in der österreichischen Monarchie. Ab 1841 konnte man bis nach Gloggnitz reisen, 34 Jahre später über den Semmering bis an die Adria nach Triest. Die Eisenbahnpioniere hatten die Hauptstadt Wien mit dem Seehafen verbunden und sie damit an den Welthandel angeschlossen.

Die Bedeutung einer Bahnlinie ließ sich am Prunk der Bahnhofsbauten ablesen. War der erste Südbahnhof noch ein schlichter Bau, erfuhr er 1872 durch Wilhelm Flattich eine deutliche Aufwertung. Nach den Weltkriegen musste das historische Gebäude einem Neubau weichen. Im Jahr 2009 ist er endgültig verschwunden und hat einem neuen Stadtteil Platz gemacht.

Ein Teil überdauerte jedoch die Zeit: das Stellwerksgebäude. Der Bau wurde über die Jahrzehnte den Anforderungen angepasst und immer wieder erweitert. Die darin verborgene Technik folgte den aktuellen Entwicklungen. Der letzte Umbau erfolgte im Jahr 1992, als die bis dahin genutzte Technik durch ein modernes Spurplanstellwerk mit Computeroberfläche ersetzt wurde.

Die Komponenten der Computertechnik und der Arbeitsplatz mit den Bedienpulten wurden als Gesamtheit im Technischen Museum Wien erhalten. Die Einzelteile und zahlreichen Archivalien wurden gut dokumentiert im Depot des Museums untergebracht.

Inv.Nr. 42968
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