• segelflieger-11_Segelflugzeug.jpg © Technisches Museum Wien, Foto: Michaela Stankovsky
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  • segelflieger-5_Segelflugzeug.jpg © Technisches Museum Wien, Foto: Michaela Stankovsky
Einmalige Chance für das TMW

Schenkung aus der Sammlung Kahlbacher

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Im Herbst 2019 bot der in Kitzbühel ansässige Sammler Horst Kahlbacher (Kahlbacher Machinery GmbH) dem Museum etwa ein Dutzend Segelflugzeuge als Schenkung an, die Teil der vom Segelflugrekordflieger Toni Kahlbacher gegründeten Sammlung sind. 

Die Sammlung Kahlbacher beinhaltet archetypische Muster des Segelflugsports aus dem Zeitraum 1930 bis 1980 und bildete eine wichtige Grundlage für das 1999 eröffnete Aviaticum in Wiener Neustadt. Aufgrund der Übersiedlung des Aviaticums (bedingt durch die internationale Übernahme von Diamond Aircraft, welche die bisherige Halle zur Verfügung stellten), bot sich für das Museum die einmalige Chance, museumsgepflegte Segelflugzeuge aus der Sammlung Kahlbacher zu übernehmen und so weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich zu halten. Zwei Flugzeuge wurden aus dem großzügigen Objektangebot ausgewählt: die SG 38 und die DFS Olympia-Meise. Herzlichen Dank an Horst Kahlbacher für diese Schenkung.

SG 38

Der SG 38 (Benannt nach dem Konstrukteur Edmund Schneider und dem Herstellungsort Grunau, heute Jeżów Sudecki; die Zahl bezieht sich auf das Einführungsjahr 1938) war mit 9000 Stück der ab 1938 meistgebaute Schulgleiter und somit ein wesentliches Fluggerät der Fliegerausbildung im Dritten Reich (Schulgleiter des Nationalsozialistischen Fliegerkorps), aber auch später in der DDR. Der SG 38 war bis 1954 Standardtype der Segelflugausbildung. Der vom Technischen Museum übernommene Schulgleiter stammt aus den Jahren 1951/52 (Gleitzahl 8,3; 10,4 m * 6,28 m).

DFS Olympia Meise

Leistungssegler, der als Einheitsflugzeug für die olympischen Spiele 1940 konstruiert wurde. Die vom TMW übernommene DFS Olympia Meise ist Baujahr 1944 und wurde von der Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug entwickelt und gebaut. Während des II. Weltkriegs wurden 625 Stück gebaut, hernach in der DDR, in England und in Frankreich weitere 400. Somit verfügt nun das Museum neben dem SG 38 (9500 Stück) und dem Grunau Baby (4000 Stück) über ein weiteres klassisches, äußerst populäres Massensegelflugzeug.
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