• Abb.01 EA-000698-02_1400032.jpg Tunnel Krauselkllause, Aquarell von Alois Lahoda 1851, EA-000698-02
  • Abb.02 EA-000718_1301554.jpg Karikatur von Karl Ghega und Albert Mayer gezeichnet von Franz Bayer, 1851, EA-000718, © Technisches Museum Wien
  • Abb.03 EA-000854-04_1400266.jpg Viadukt über die Kalte Rinne, kolorierte Tuschezeichnung um 1850, EA-000854-04, © Technisches Museum Wien
  • Abb.04 EA-000694-02_S68_1301803.jpg Seite aus dem Notizbuch von 1850, EA-000694-02_S68, © Technisches Museum Wien
News aus dem Archiv

TMW-Archivbestand „Semmeringbahn“ ist nun Weltdokumentenerbe


Seit 1992 werden im „Memory of the World-Programm der UNESCO“ herausragende Dokumente ausgezeichnet, die das kollektive Gedächtnis der Menschheit repräsentieren. Ziel des Registers ist es, auf die nachhaltige Sicherung des vorhandenen Wissens in Bibliotheken und Archiven weltweit hinzuweisen.

Am 31. Oktober 2017 wurde erstmals ein Archivbestand aus dem Technischen Museum Wien ins Weltregister der UNESCO aufgenommen. Die 164 Originaldokumente zur Semmeringbahn belegen, dass die zwischen 1848 und 1854 gebaute Gebirgsbahn schon während ihrer Entstehung als Pionierleistung international rezipiert und für künftig vergleichbare Bahnbauprojekte als richtungsweisend angesehen wurde. Die unter der Leitung von Carl Ghega errichtete erste Alpenbahn Europas, die als Teilstrecke der k. u. k. Südbahn erstmals eine direkte Bahnverbindung zwischen Wien und Triest ermöglichte, wurde 1998 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Der Dokumentenbestand zur Semmeringbahn stammt aus dem k. k. historischen Museum der österreichischen Eisenbahnen, einer Vorläuferinstitution des Technischen Museums Wien. Das frühe Archivmaterial wurde vorwiegend von am Bau beteiligten Ingenieuren, von österreichischen Bahnverwaltungen sowie namhaften Persönlichkeiten des Eisenbahnwesens zusammengetragen und ist in seiner Zusammensetzung, Bedeutung und Archivalienvielfalt einzigartig. Notizbücher der Ingenieure, Skizzen, Zeichnungen, Aquarelle, Lithografien und Stahlstiche zeugen von der Entwicklung einer Großbaustelle in der Bergwildnis sowie vom Bau der imposanten Viadukte und Tunnel mit den technischen Möglichkeiten der Zeit. Konstruktionszeichnungen vom Lokomotiv-Wettbewerb (1851) sowie der ersten serienreifen Gebirgslokomotive belegen die Pionierleistung der Ingenieure, denn damals war der Einsatz der Eisenbahn für Steigungsstrecken in internationalen Fachkreisen höchst umstritten. Panoramen und fotografische Ansichten illustrieren den anspruchsvollen Streckenverlauf und veranschaulichen die Faszination, die die Gebirgsbahn in der wildromantischen Semmering-Landschaft auf die ersten Reisenden ausübte. Dokumente zu den ersten Jubiläen (1879 und 1904) belegen, dass die „Semmeringbahn“ schon früh als Meilenstein der Eisenbahntechnik wahrgenommen wurde.
Der gesamte Dokumentenbestand zur Semmeringbahn des Technischen Museums Wien wurde bereits digitalisiert, wissenschaftlich in der Museumsdatenbank erfasst und steht einer breiten, interessierten, internationalen Öffentlichkeit im Online-Katalog des TMW für Recherchen zur Verfügung.

Links:
Der Dokumentenbestand zur Semmeringbahn aus dem k. k. historischen Museum der österreichischen Eisenbahnen
Der gesamte Archivbestand zur Semmeringbahn
UNESCO-Weltregister: Memory of the World



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