• 1 von vorne_landmark Von vorne, © Hertha Hurnaus
  • 2 von hinten_landmark Von hinten, © Hertha Hurnaus
  • 3 Ebene E3 Ebene E3, © Hertha Hurnaus

Innovation braucht Platz – Ausstellungsflächen weiter_gedacht_

300 m² Neuland wurden seit Herbst 2015 in Form eines mehrstöckigen Einbaus in der Osthalle des Technischen Museums Wien errichtet, um neue flexibel bespielbare Flächen für die Sonderausstellungen im Rahmen von „weiter_gedacht_“ zu schaffen. Dafür wurden Brücken über den Luftraum der Osthalle geschlagen, Zwischenebenen eingezogen, ein Aufzug und ein neues Treppenhaus gebaut.

Neue Ausstellungsflächen zu bauen ist ein seltenes Privileg, entsprechend umfangreich und komplex waren die Anforderungen, die an den Neubau gestellt wurden: flexibel bespielbar und geeignet, sehr unterschiedliche Ausstellungen zu beherbergen. Außerdem war gefordert: Der Einbau sollte den Schritt in die Zukunft auch architektonisch sichtbar machen, und zwar für viele Jahre, und sich als neues, markantes Element trotzdem auch in den historischen Bestand einfügen.

Eine Jury unter dem Vorsitz von Jakob Dunkl (Querkraft Architekten), bestehend aus Lilli Hollein (Direktorin Vienna Design Week), Barbara Imhof (Liquifer Systems Group) sowie VertreterInnen des Technischen Museums Wien und des bmvit entschied sich unter den fünf Einreichungen für den Entwurf von propeller z. Das Architekturbüro von Philipp Tschofen, Carmen Wiederin und Korkut Akkalay bringt neben seiner Expertise aus zahlreichen Architektur- und Ausstellungsprojekten, auch das Interesse an konzeptueller Architektur und den damit verbundenen Prozessen mit – eine unerlässliche Eigenschaft, wenn es um Ausstellungsprojekte geht.

Der Entwurf von propeller z zeichnet sich durch ruhige klare Linien und einen dennoch starken Umgang mit dem bestehenden Raum aus: Auf V-Stützen erhebt sich die neue Stahlkonstruktion fast schwebend wie ein Gebäude im Gebäude über drei Ebenen: eine neu geschaffene Zwischenebene zwischen Erdgeschoß und 1. Stock sowie zwei Ebenen, die die bestehenden Galerien „Alltag“ und „Mobilität“ wie eine Brücke in der Mitte des Luftraums verbinden. Eine flexible Lochblechfassade ermöglicht den BesucherInnen Ein- und Durchblicke in die Ausstellungsfläche, wobei Teile der Fassade wie Fenster oder Balkone aus- und umgeklappt werden können bzw. in der Zukunft auch durch andere Materialien als Lochblech ersetzt werden können. Somit wird eine Art „Werkzeugkoffer“ geschaffen, der die Ebenen des Museums unter- und miteinander verstärkt vernetzt und dabei höchst funktionell und variabel durch unterschiedliche Ausstellungen bespielt werden kann. Gut sichtbar in leuchtendem Orange erstrahlt die neue Treppe, die ab Frühling das Erdgeschoß mit den beiden darüber liegenden Ebenen verbinden wird. Wer lieber Aufzug fährt, kann dies im neuesten Modell eines OTIS-Lifts tun, der alle Ebenen miteinander verbindet. Egal welchen Weg man nimmt, der neue Einbau erlaubt den BesucherInnen völlig neue Blickwinkel ins Technische Museum.

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