Allesschreibende Wundermaschine Schreibapparat

Friedrich von Knaus, Wien, 1760

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Mobilität
Epoche
vor 1800

Das Fortschrittsdenken des 18. Jahrhunderts schlägt sich unter anderem in der Begeisterung für Automaten nieder. Jacques de Vaucanson baut eine mechanische Ente, die schnattern, schwimmen, mit den Flügeln schlagen, Körner picken und verdauen kann. Sein Zeitgenosse Pierre Jacquet-Droz konstruiert schreibende und zeichnende Puppen, deren Innenleben aus Räderwerken besteht.

Am Wiener Hof wirkt Friedrich von Knaus als Direktor des physikalischen und mathematischen Kabinetts. 1760 präsentiert er Kaiser Franz I. und seiner Gemahlin Maria Theresia einen Schreibautomaten. Über einer Weltkugel sitzt eine Messingfigur, die mit einer Schreibfeder ausgerüstet ist. In der Kugel befindet sich eine Stifttrommel, auf der sich eine Buchstabenfolge händisch einstellen lässt. Durch ein Federwerk angetrieben, schreibt der Automat bis zu 68 gespeicherte Buchstaben selbsttätig nieder. Das Steuerwerk sorgt außerdem für den Vorschub der Schreibunterlage nach jedem geschriebenen Buchstaben und nach jeder fertig gestellten Zeile. Kurvenscheiben, die wie Schablonen wirken, sorgen dafür, dass die mechanische Schreibfeder den Schriftzug des jeweiligen Buchstaben ausführt.



Inv.Nr. 14069

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