• FA-123531 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Energie & Bergbau
Sammlungsgruppe
Montanwesen
Ausstellung
Schwerindustrie
Epoche
1930 - 1939

Fleißner Kohletrocknungsanlage

Trocknen mit Dampf – eine paradoxe Art und Weise, die Kohle ins Trockene zu bringen. Wenn Rohkohle zu viel Wasser enthält, wird sie mit gesättigtem Dampf getrocknet.

Ist der Wassergehalt der geförderten Rohkohle zu hoch, muss er vor der Verwendung verringert werden. Diese Entwässerung der Kohle erfolgt im Trockenverfahren mit gesättigtem Dampf. Hans Fleißner, Professor für Chemie an der Montanistischen Hochschule Leoben, entwickelte in den 1920er-Jahren ein Verfahren mit Dampfdruck. Es gewährleistete auch die für den Verkauf wichtige Stückigkeit der Kohle. Fleißner entwickelte außerdem ein Erzröstverfahren und einen „tönenden“ Schlagwetteranzeiger.

1927 errichtete die Alpine Montangesellschaft eine erste Anlage am Karlschacht des Köflach-Voitsberger Reviers.Die dort geförderte Rohkohle enthielt bis zu 40 % Wasser. Nach der Stilllegung der Anlage 1952 bestand von 1955 - 1976 in Bärnbach, also in unmittelbarer Nähe, eine modernisierte Kohlentrocknung. Die Maschinenfabrik Zeltweg exportierte weitere Anlagen in die ganze Welt.

Entstehungszeit: um 1930
Modell 1:20


Inv.Nr. 9758
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