Heizlüfter INDOLA FS-7, um 1970

Bild
 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Alltag
Sammlungsgruppe
Haustechnik
Ausstellung
Alltag - eine Gebrauchsanweisung
Epoche
1970 - 1979
Mit diesem Heizlüfter könnte auch ein Außerirdischer gelandet sein. In Betrieb leuchten die Heizspiralen rundherum rötlich aus dem Gebläseschlitz.

Elektrischer Strom wurde bald auch zur Erzeugung von Wärme eingesetzt. Mobile elektrische Heizgeräte, meistens keramische Gehäuse mit Heizspiralen, waren ab den 1920er-Jahren bereits für viele Haushalte erschwinglich. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzten sich sogenannte Heizlüfter durch. Sie enthalten zusätzlich zu den Heizspiralen einen Ventilator, der die erwärmte Luft verteilt.

Nach den ersten bemannten Flügen in den Weltraum Ende der 1960er-Jahre erreichte die Raumfahrtbegeisterung ihren Höhepunkt. Sie fand entsprechenden Ausdruck in Mode, Design und auch in der Architektur. Der Heizlüfter, der aussieht wie ein UFO, stammt aus dieser Zeit. Die futuristische Gestaltung des Gerätes reicht bis zum Netzstecker.

Das Heizgerät aus der Sammlung des Technischen Museums Wien wurde beim Ventilatoren-Hersteller INDOLA in Holland produziert. Sein Typenschild informiert über Leistung und Verbrauch: 2.000 Watt, 220 Volt, 50 Hertz. Es gibt zwei Schalter für die Heizleistung und einen für das Gebläse, das ebenso zur Kühlung verwendet werden kann. Neben der auffälligen aber klaren Form ist die Verteilung der Wärme eine weitere Besonderheit: Sie wird im Unterschied zu den meisten handelsüblichen Geräten in alle Richtungen geblasen. Eine Positionierung des Geräts in Raummitte ist daher zur besseren Verteilung vorteilhaft.

Der Vorteil von Heizlüftern ist ihre einfach und schnell verfügbare Heizleistung. Dadurch eignen sie sich besonders für Übergangszeiten und als Zusatzheizung.


Inv.Nr. 35152

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