• FA-110502 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Information & Kommunikation
Sammlungsgruppe
Post
Ausstellung
medien.welten
Epoche
1900 - 1909

Klapperpostbote Bote der Wiener Stadtpost

Fa. Martiner, St. Ulrich-/Gröden, um 1900

Fußpost


Nachdem von Postboten anfangs nur abzuschickende Postsendungen eingesammelt wurden, setzt sich erst im Lauf der Zeit ein flächendeckender Zustelldienst eingegangener Post durch.

Fußboten, Fuhrleute und Flößer erledigen Botendienste zwischen Residenz- und Handelsstädten und ihrem Umland. Stadt- und Herrschaftsboten befördern Akten und Geschäftsbriefe zu benachbarten Behörden oder zum nächsten Postamt. Sie weisen sich durch offizielle Abzeichen wie kleine Wappenschilder aus. Ein Botenspieß dient als Stütze in unwegsamem Gelände, aber auch als Abwehrwaffe.

Postboten beschränken sich lange Zeit darauf, Briefe und Pakete nur einzusammeln. Dabei helfen lange Holzstäbe (Post- oder Pestvögel), Briefe aus hochgelegenen Hausfenstern entgegenzunehmen. Die Aushändigung von Poststücken an Empfänger erfolgt zunächst auf dem lokalen Postamt. In Wien nimmt 1772 eine private Stadtpostanstalt sowohl einen Sammel- als auch einen Zustelldienst auf. Deren Boten tragen Sammelbüchsen aus Blech und kündigen ihre Ankunft geräuschvoll durch eine Klapper an. Auf dem Land setzt sich ein flächendeckender Zustelldienst der Post allerdings erst im späten 19. Jahrhundert durch.


Inv.Nr. 54516
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