Kybernetische Maschine MM7 SELEKTOR

Bild
© Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Alltag
Epoche
1970 - 1979
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.

Kompromisslos das menschliche Maß vor Augen – so hat der Kybernetiker Claus Scholz eine ganze Reihe bemerkenswerter Gestalten geschaffen.

Er hat sie der Reihe ihrer Entwicklung nach durchnummeriert und als „Maschinenmenschen“, kurz „MM“, bezeichnet. Nummero 7, genannt „Selektor“ ist der zweite von drei noch erhaltenen Robotern. Scholz baute ihn 1961. Im Gegensatz zu früheren Modellen konnte er – auf Rollen – „gehen“; seine Gliedmaßen wurden von Elektromotoren verstellt.

Das Konzept, das hinter MM7 steht, ist eine Gemenglage aus spektakulärer Schaustellerei und tatsächlichem wissenschaftlichen Forschungsinteresse mit dem Ziel, sogenannte künstliche Intelligenz zu schaffen.

Scholz schwebte vor, ein Wesen zu bauen, das autonom handelt und Gefühle ausdrückt und nicht einfach nur suggeriert, dass es das kann. Dabei war seinem „Geschöpf“ die Rolle als Diener seines Herren zugdacht: In Presse- und TV-Auftritten wurde er als Haushaltshelfer präsentiert. Dass er diese Aufgabe höchst ungenügend erfüllte, spielte eine untergeordnete Rolle. Entsprechende Szenen, als Momentaufnahmen festgehalten, machten glaubhaft, dass die Zukunft der Maschinenmenschen gerade eben begonnen hat. 



Inv.Nr. 21918/1

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