Linotype Simplex Zeilensetz- und Gießmaschine

Mergenthaler Linotype Co., New York um 1895

Bild
 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Information & Kommunikation
Sammlungsgruppe
Satz und Druck
Ausstellung
medien.welten
Epoche
1850 - 1899

Setzmaschine


Die Setzmaschine Linotype ermöglicht über eine schreibmaschinenartige Tastatur den Satz tausender Buchstaben pro Stunde und macht damit viele Handsetzer arbeitslos.

Der Amerikaner Ottmar Mergenthaler konstruiert Ende des 19. Jahrhunderts eine Setzmaschine, die über eine Art Schreibmaschinentastatur bedient wird. Durch Herunterdrücken einer der Tasten fällt die Messingmatrize des entsprechenden Buchstaben aus einem Fächerkasten. Die Buchstabenmatrizen werden auf einer Rinne geführt und zu Zeilenmatrizen zusammengesetzt. Ist eine Zeile fertig, folgt das Ausgießen mit einer Mischung aus flüssigem Blei, Antimon und Zinn. Die gegossenen Zeilen werden per Hebeldruck in ein Sammelschiff geschoben und zu einer Seite zusammengesetzt. Die Matrizen wandern indes wieder nach oben, wo sie mittels schlüsselbartähnlicher Einkerbungen automatisch in die richtigen Fächer eingeordnet werden. Mergenthalers Linotype, so heißt die Maschine von „line of types“, ermöglicht es einem einzigen Setzer, tausende Buchstaben pro Stunde zu setzen. Sie hält Einzug in die Druckereien, macht ihren Erbauer zu einem erfolgreichen Unternehmer (Mergenthaler Linotype Co.) und zahlreiche Handsetzer arbeitslos.

Inv.Nr. 18353

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