Personenwagen der Stadtbahn III. Klasse

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 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
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 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Verkehr
Sammlungsgruppe
Eisenbahn
Ausstellung
LOK.erlebnis
Epoche
1850 - 1899
Nicht nur die Luxuszüge der Belle Epoque waren mit Teakholz verkleidet. Das beweist ein kleiner zweiachsiger Wagen aus den Sammlungen des Technischen Museums Wien.

Im Jahr 1898 eröffneten die ersten Linien des dampfbetriebenen Schnellverkehrssystems durch Wien. Die Stadtbahn wurde durch die architektonische Leistung von Otto Wagner berühmt. Die Bahnhöfe, Viadukte und Brücken bilden in ihrer Gesamtheit ein Denkmal des Jugendstils. Heute sind sie Teil des U-Bahn-Netzes geworden.

Ein bedeutender Teil der Stadtbahnstrecken lag nicht in Tunnels, sondern verlief auf Viaduktbögen durch die Stadt. Daher war der Wunsch groß, das Erscheinungsbild der Züge dem Zeitgeist entsprechend attraktiv zu gestalten.

Die renommierte Firma Ringhoffer in Smichov bei Prag war berühmt für luxuriöse Schlaf- und Speisewagen oder Hofwagen der gekrönten Häupter Europas. Bei dem böhmischen Waggonbauer entstanden auch Güter- und Personenwagen aller Klassen. So auch der Personenwagen Cu 9424 für die Wiener Stadtbahn.

Von der Wirkung des edlen Holzes an den Außenwänden, dem weißen Dach, den Messingbeschlägen und den geätzten Scheiben kann sich überzeugen, wer die Mittelhalle des Technischen Museums betritt.

Die Züge bestanden aus bis zu neun äußerlich identen Waggons II. und III. Klasse. In einem aufwendigen Restaurier- und Rekonstruktionsprojekt wurde der Cu 9424 wieder in den Zustand der Auslieferung zurückversetzt.


Inv.Nr. 41388/1

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