• FA-112751 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Information & Kommunikation
Sammlungsgruppe
Telekommunikation
Ausstellung
medien.welten
Epoche
1850 - 1899

Siphonrecorder Seekabel-Telegrafenapparat

James White, Glasgow, seit 1867

Gekabelte Nachrichten


Durch Telegrafendrähte zu Land und Unterseekabel in den Meeren vollzieht sich eine zunehmende Vernetzung des Globus. Auf telegrafischem Weg verbreiten sich Nachrichten in Windeseile um die Welt.

Durch internationale Zusammenschlüsse werden ab Mitte des 19. Jahrhunderts die nationalen Telegrafennetze zu kontinentalen Netzwerken verbunden. Unterseekabel verbinden im Zeichen des Welthandels wie der kolonialen Ausbeutung Kontinente miteinander. Riesige Dampfschiffe verlegen die mit Guttapercha-Harz isolierten Unterseekabel. Der hoch empfindliche, englische Siphon Recorder ist imstande, die nach tausenden Kilometern nur noch schwachen submarinen Morsezeichen zu registrieren.

Genutzt wird die Telegrafie vor allem von Kaufleuten, Banken, Börsen und Zeitungen. Nachrichtenagenturen, wie die von Julius Reuter in London, liefern ihren Abonnenten telegrafische Neuigkeiten aus aller Welt. Um die Jahrhundertwende tickern die aktuellsten Meldungen über Börsendrucker direkt in Handels- und Bankhäuser. Fernschreiber, wie der französische Telescripteur mit Schreibmaschinentasten und Typenrädern, sind leicht zu bedienen und ermöglichen zudem wechselseitigen Korrespondenzverkehr.

Inv.Nr. 54871
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