„Wimpel“ der Raumsonde Lunik II

Bild
© Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Verkehr
Sammlungsgruppe
Luftfahrt und Raumfahrt
Epoche
1960 - 1969
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.

Die Sowjets schossen den ersten von Menschenhand geschaffenen Gegenstand auf den Mond. Jene Kugel stieß kurz vor ihrem Aufschlag am 13.9.1959 Metallstreifen mit sowjetischen Emblemen ab. Auf ihnen stand CCCP und das Jahr 1959.

Denn nach dem Zweiten Weltkrieg standen sich die USA und die UdSSR als verfeindete Großmächte gegenüber. Es begann der Kalte Krieg, dessen Schauplatz auch der Weltraum wurde. Seit den 1950er-Jahren entbrannte zwischen den beiden konkurrierenden Mächten ein Wettlauf ins All. Jeder wollte ihn gewinnen, um die Überlegenheit seines politischen und gesellschaftlichen Systems auf Erden zu zeigen. Die USA und die UdSSR wandten enorme Kräfte für die Raketen- und Raumfahrttechnik auf, sodass diese große technische Fortschritte machten. Lange führte die UdSSR den Wettlauf ins All an, dies sollte sich aber durch die Mondlandung ändern.

Am 19.9.1959 übergab Chruschtschow bei einem Staatsbesuch in Washington Präsident Eisenhower und Vizepräsident Nixon ein solches Modell ihrer auf dem Mond geschossenen Kugel. Die Sowjets hätten nun ihre Visitenkarte auf dem Mond hinterlassen, so Chruschtschow, er warte jetzt geduldig auf jene der USA.



Inv.Nr. 20349/1

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