urban innovations

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Ausstellungsbereich „urban innovations“

© Paul Bauer
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Ausstellungsbereich „urban innovations“

© Paul Bauer
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Modell des Burj Khalifa im Maßstab 1:100

© Paul Bauer
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Ausstellungsbereich „urban innovations“

© Technisches Museum Wien
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Blick auf E3

© Hertha Hurnaus

Es ist eine mittlerweile bekannte Tatsache, dass wir schon seit längerem mit einem enormen Urbanisierungstempo konfrontiert sind. Der entscheidende Turnaround war 2007: Seit damals leben weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Bis 2050 wird sich der Anteil auf fast 70 Prozent steigern.

Die Ausstellung „urban innovations“ spürt genau dieser Innovationskraft nach. Ausgegangen wird dabei von dem Umstand, dass sich Städte – unter dem Druck der permanenten Veränderung – seit jeher durch ein spezifisches „innovatives Milieu“ auszeichnen.

Vor dem Hintergrund der allmählich in alle Lebensbereiche vordringenden Digitalisierung thematisiert die Ausstellung wichtige urbane Zukunftsfragen: Wie wollen wir wohnen? Wie können wir bauen, uns fortbewegen und mit Energie versorgen? Wie werden wir uns ernähren? Wie werden wir unsere Städte organisieren? Wie es schaffen, konfliktfrei zusammenzuleben? Und wem wird die Stadt künftig gehören?

Das 21. Jahrhundert konstituiert den Menschen endgültig als urbanes Wesen. Als solches steht es in enger Wechselbeziehung zu seiner Umwelt, prägt diese und wird von ihr geprägt. Welche Folgen es hat – mental, sozial, kulturell, ökonomisch, ökologisch und nicht zuletzt technologisch –, wenn wir immer mehr zu Stadtmenschen werden, auch das soll mit der Ausstellung diskutiert werden.

Spezifische Rauminszenierungen und ein hohes Maß an Interaktivität sind ein wesentlicher Teil der Ausstellungsarchitektur von PPAG architects, die diesen Ausstellungsbereich gestaltet haben. In einem intensiven wechselseitigen Prozess wurden das kuratorische Konzept und die Räume gemeinsam entwickelt und haben sich Schritt für Schritt angenähert. Die Maßstäbe Stadt, Haus, Wohnung , Zimmer, treffen in der Ausstellungsarchitektur aufeinander, beziehungsweise gehen ineinander über. Wo es geht, wird die Architektur selbst zum Inhalt. Materialinnovationen werden nicht als Objekte gezeigt sondern direkt in die Architektur integriert. So wurde ein ganzer Raum bzw. eine zusätzliche Galerieebene mit den Aluwabenpaneelen der Fa. Tripan gebaut. Ein aus der Luft- und Raumfahrt entwickeltes Leichtbaumaterial, das nun auch im städtischen Kontext eingesetzt werden kann. Neue Materialien werden so für die BesucherInnen im Raum wirklich erfahrbar und nicht nur erklärt. Die Ausstellung veranschaulicht den Ansatz, sich dem Thema von vielen Seiten her zu nähern, aus materiell-technischer, soziologischer wie stadtplanerischer und architektonisch-atmosphärischer Sicht.

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