TÜV AUSTRIA WISSENSCHAFTSPREIS 2013

Auszeichnung für das Technische Museum Wien

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Für die Entwicklung einer Strategie zur Sanierung und Ausstellung von Museumsobjekten, die asbesthaltiges Material aufweisen, erhielt der Bereich Konservierung-Restaurierung des Technischen Museums den Wissenschaftspreis in der Sonderkategorie „Beispiele aus der Unternehmenspraxis“.

Vom „Wundermaterial“ zum Gefahrenstoff: Asbest im Spannungsfeld zwischen Bewahren und Entsorgen


Zu den Kernaufgaben eines Museums zählt die unverfälschte Bewahrung des Sammlungsgutes. Dabei sollen Museumsobjekte mit allen Bestandteilen als historische Dokumente erhalten werden. Der Industriewerkstoff Asbest findet sich aufgrund seines universellen Einsatzes seit dem 19. Jahrhundert bei einer Vielzahl an Objekten aller Sammlungsbereiche wider und kann für die Aussagekraft eines Objektes eine maßgebliche Rolle spielen.

In den gesetzlich vorgegebenen Richtlinien zum Schutz vor Gefährdungen durch Asbest sind kulturelle und wissenschaftliche Interessen an derartig problembehafteten Kulturgütern bisher nicht berücksichtigt. Seit mehreren Jahren wird am Technischen Museum Wien an einem Konzept zum sicheren Umgang mit gefahrenbelasteten Sammlungsobjekten gearbeitet, das beide Aspekte – Denkmal- und Gefahrenschutz – gleichermaßen beinhaltet und neben sicherheitstechnischen auch technikhistorische, konservatorische, museologische und naturwissenschaftliche Perspektiven berücksichtigt.

Wissenschaftliche Anerkennung

Die Auszeichnung mit dem TÜV Austria Wissenschaftspreis bedeutet eine Anerkennung der speziellen Leistungen des Technischen Museums Wien in Bezug auf die Entwicklung einer umfassenden Asbeststrategie. Im internationalen Kontext nimmt das Museum hier eine Vorreiterrolle ein.

Foto: © Andreas Amsüss, TÜV AUSTRIA Media

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