Internationale Tagung

20 Jahre Provenienzforschung

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Ausstellung
Inventarnummer 1938
Tagung anlässlich 20 Jahre Provenienzforschung in Österreich: 

„Heute ist Krieg und da ich mitten drin bin, werde ich euch alles schildern…“ 

Die geraubten Briefe aus der ukrainischen Stadt Kamenez Podolsk 1941/42 Internationale Tagung im Technischen Museum Wien 23. und 24. Oktober 2018.

Das Technische Museum Wien restituierte 2009 und 2016 1.200 ungelesene Briefe aus einem ukrainischen Postamt an die Ukraine. Im Zuge eines Forschungsprojekts des „Nationalen Museum der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg“ konnten fast 600 Nachkommen ausgeforscht werden. Ein Teil der Briefe konnte so nach über 70 Jahren zugestellt werden. Eine internationale Tagung beschäftigt sich mit der Restitution der Briefe, der Übergabe an die Nachkommen sowie deren Bedeutung für die Forschung des Holocausts und der ukrainischen Geschichte. Neben WissenschafterInnen aus Deutschland, Österreich und der Ukraine kommen auch Nachkommen zu Wort, an die die Briefe zurückgegeben wurden.

Programm:

Di 23.10.2018, 13:00

  • Begrüßung
    Generaldirektorin Dr. Gabriele Zuna-Kratky, Technisches Museum Wien
    Ministerialrat Dr. Christoph Bazil, Bundeskanzleramt

  • Eröffnung
    Seine Exzellenz Botschafter Dr. Olexander Scherba
  • 13:30-15:00: Panel 1: Ukraine Weltkrieg/Holocaust/Besatzung
    Wolfgang Mueller (Universität Wien): Der Zweite Weltkrieg und die Ukraine
    Andrij Kudrjatschenko (Nationale Akademie der Wissenschaften der Ukraine): Der Holocaust im historischen Gedächtnis der Ukrainer
  • 15:30-17:00: Panel 2: Feldpostbriefe und Briefsammlung in Museen
    Oliver Kühschelm /Christian Klösch (Universität Wien / TM Wien ): Die Entdeckung der „Russenbriefe“ / Biografie Oehlschlager
    Mirko Herzog (TM Wien): Feldpostbriefe in der Sammlung im Technischen Museum Wien
    Veit Didczuneit (Museum für Kommunikation Berlin): „Bitte nehmen Sie die Briefe …“ Die Sammlung von Feldpostbriefen im Museum für Kommunikation Berlin
  • 17:30-19:00 Panel 3: Briefe als historische Quellen
    Walter Manoschek (Universität Wien): Der Holocaust in Feldpostbriefen von Wehrmachtsangehörigen
    Angelika Brechelmacher (Alpen Adria Universität Klagenfurt/Wien): POST41 – Postkarten aus dem Ghetto Litzmannstadt


Mi 24.10.2018, 09:00

  • 09:00-11:30 Panel 4: Die geraubten Briefe aus Kamenez Podolsk
    Ljubow W. Legasowa (Nationalmuseum der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg Kiew): Ungelesene Botschaften des Jahres 1941 – Menschliche Schicksale in Briefen
    Gespräch mit Wiktoria B. Strelkowskaja, Kiew und Olha Kucher, Kiew, Familienangehörige, an die Briefe restituiert wurden.
    Jörg Moreé (Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst Berlin) : Die Ausstellung „Juni Briefe. Ungelesene Feldpost aus Kamenez -Podolsk“ in Berlin 
  • 11:45-13:00 Panel 5: Restitution Ukraine/Deutschland/Polen/Österreich
    Wiktoria Soloschenko (Nationale Akademie der Wissenschaften der Ukraine): Deutschland, Polen und die Ukraine. Kooperation bei der Restitution von Raub- und Beutekunst
    Gabriele Anderl (Wien): Die Restitution von Textilien aus dem Weltmuseum Wien an die Ukraine

Die Vorträge werden auf Ukrainisch und Deutsch gehalten und simultan übersetzt. Während der Tagung werden im Festsaal Teile der Ausstellung „Juni Briefe. Ungelesene Feldpost aus Kamenenz-Podolsk 1941“ des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst und des Nationalmuseum der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg zu sehen sein.

Partner: Deutsch-Russisches Museum Berlin Karlshorst, Nationales Museum der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg.

Gruppengröße:

max. 150 Personen Log Start:
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  • Buchen128 Plätze frei
    24.10.–24.10. 2018 (1 Tage) iCal
    Tag 1
    20 Jahre Provenienzforschung Mi, 24.10.2018 9:00 – 14:00 Uhr

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