Astronomische Prunkuhr

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Sammlungsbereich
Technische Grundlagen
Sammlungsgruppe
Mess-, Prüf- und Regeltechnik
Ausstellung
Natur und Erkenntnis
Epoche
vor 1800
Dieses Kunstwerk ist viel mehr als eine einfache Uhr. Der Automat verkörpert gleichsam das antike Weltbild des Ptolemäus.

Die komplexen astronomischen Uhren sind nicht vorrangig zum Ablesen der Tageszeit gemacht. Sie stellen in erster Linie die Planetenbewegungen und Sternkonstellationen am Himmel dar. Ein kompliziertes Zahnradgetriebe bewegt nicht nur diverse Zeiger auf den Zifferblättern, sondern auch Figuren im oberen Teil der Uhr. Sie zeigen zum Beispiel die Jahreszeiten an. Eine Frau weist mit der Hand auf die Uhrzeit. Damals dachten die Menschen, dass die Erde das Zentrum des Universums sei und sich die Himmelskörper wie in einem Uhrwerk um dieses Zentrum bewegten. Die Uhr ist auch ein Symbol für dieses mechanistische, geozentrische Weltbild.

Diese astronomische Uhr wurde 1554 vom Wittelsbacher Ottheinrich, Fürst von Pfalz-Neuburg, beim Tübinger Mathematiker und Astronomen Philipp Imsser bestellt. Ottheinrich konnte die Fertigstellung jedoch nicht mehr erleben. Die Uhr kam unter Kaiser Franz II auf abenteuerlichen Wegen über Graz nach Wien an die Hofburg. 1890 gelangte sie schließlich an das „Museum für Österreichische Arbeit“, eine der Vorgängerorganisationen des Technischen Museums Wien. Sie ist heute eines der ältesten und wichtigsten Exponate.

Hersteller: Philipp Imsser, Tübingen
Entstehungszeit: 1554 - 1560



Inv.Nr. 11939

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