• FA-123861 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Information & Kommunikation
Sammlungsgruppe
Satz und Druck
Ausstellung
medien.welten
Epoche
1850 - 1899

Bleisatz Setzkasten

The Hamilton Mfg. Co., Two Rivers 1896

Bewegliche Lettern


Mitte des 15. Jahrhunderts entwickelt Johannes Gutenberg das Druckverfahren mit beweglichen Lettern und legt damit die Grundlage für die moderne Buchkultur.

Der Mainzer Goldschmied Johannes Gutenberg entwickelt um 1450 das Druckverfahren mit beweglichen Lettern. Er beginnt einzelne Buchstaben aus Metall zu gießen, die man zusammensetzen, nach dem Drucken wieder auseinander nehmen und neuerlich verwenden kann.

Bei der Herstellung der Lettern wird zunächst der positive Abdruck des Buchstaben (Patrize) in einen Eisenstempel eingeschnitten. Dieser Punzen wird danach in weiches Kupfer getrieben. Den Negativabdruck (Matrize) im Kupfer gießt man mit einer bleihaltigen Legierung aus. Die erkalteten Lettern werden in einem Setzkasten geordnet. Für den Satz setzt man sie auf einem Winkelhaken zu Zeilen und diese auf einem Setzschiff zu einer Seite zusammen. Die fertig gesetzte Druckform wird auf den beweglichen Karren der Druckerpresse gelegt und mit Hilfe lederner Farbballen eingefärbt. Danach legt man den Papierbogen ein und schiebt den Karren unter den Drucktiegel. Durch Anziehen einer Schraubspindel wird der flache Tiegel auf die eingefärbte Druckform mit dem Papier gepresst.

Inv.Nr. 39219/1
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