• FA-112066 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Information & Kommunikation
Sammlungsgruppe
Fotografie und Film
Ausstellung
medien.welten
Epoche
1850 - 1899

Cinématograph Filmaufnahme-, Wiedergabe- und Kopiergerät

Lumière Frères, Lyon, seit 1895

Laufbild


Der Elektrische Schnellseher von Ottomar Anschütz, das Kinetoskop von Thomas A. Edison und der Cinématograph der Gebrüder Lumière präsentieren laufende Bilder.

Verbessertes Fotomaterial macht es um 1880 möglich, auch schnelle Bewegungsabläufe abzubilden. Der Deutsche Ottomar Anschütz experimentiert mit Serienaufnahmen laufender Tiere. Er konstruiert den Elektrischen Schnellseher mit einer Rotationsscheibe, auf deren Außenrand solche Serien aufgebracht sind. Gegen Münzeinwurf beginnt sich die Scheibe zu drehen und ein einzelner Betrachter kann durch eine Guckvorrichtung die Bewegungssequenz bestaunen.

In enger Kooperation mit dem Filmhersteller Eastman entwickelt Thomas A. Edison das Kinetoskop – einen Münzapparat, der 15 Meter Zelluloidfilm für einen einzelnen Betrachter abspielt. Im Oktober 1895 stellen die Brüder Lumière in Paris ihren Cinématographe vor, mit dem Szenen auf perforierten Filmstreifen aufgenommen und mittels einer Bogenlampe auf eine Leinwand projiziert werden können. Das größere Publikum, das der Cinématographe bedient, zeitigt höhere Erlöse und gibt dem Kino die Form, die es zu einer aufblühenden Industrie werden lässt.


Inv.Nr. 13294
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