• FA-112429 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Information & Kommunikation
Sammlungsgruppe
Satz und Druck
Ausstellung
medien.welten
Epoche
1800 - 1849

Columbian Press Eiserne Hebelpresse

Clymer & Dixon, London 1833

Eiserne Presse


Die Verwendung von Gusseisen anstatt Holz zur Herstellung von Druckerpressen macht den Buchdruck effizienter. In der Ära der Revolutionen steigt der Bedarf an Druckerzeugnissen.

Ende des 18. Jahrhunderts geht man dazu über, eiserne Druckpressen mit höherem Anpressdruck zu bauen, um die Druckqualität zu verbessern. George Clymer konstruiert um 1800 in Philadelphia die gusseiserne Columbian Press. Anstelle einer Schraubspindel verfügt diese Presse über ein leichtgängiges, mechanisches Hebelsystem mit einem Gegengewicht, um mit dem Tiegel das Papier auf die Druckvorlage zu pressen. Die effizientere Kraftübertragung erleichtert und beschleunigt die Arbeit des Druckers erheblich. 

Mit solchen eisernen Druckpressen werden im Revolutionsjahr 1848 unter anderem zahlreiche Flugzettel gedruckt. Nach dem Sturz Metternichs und seines Zensurapparats steht es jedem Bürger frei, seine Meinung öffentlich zu äußern und zu drucken. In Wien entsteht eine vielfältige Druckschriftenlandschaft, die allerdings nach Niederschlagung der Revolution durch kaiserliche Truppen wegen der neuerlich einsetzenden Presseunterdrückung wieder verschwindet.

Inv.Nr. 36013
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