Dampflokomotive 1.20

Bild
 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Verkehr
Sammlungsgruppe
Eisenbahn
Ausstellung
LOK.erlebnis
Epoche
1850 - 1899

Die Dampfkraft war für die Eisenbahn bis ins 20. Jahrhundert die hauptsächliche Energiequelle. In Bewegung gesetzt, zeigt die „kkStB 1.20“ die Funktion dieser Schlüsseltechnik.

Über 43 Jahre lang verrichtete die 1.20 ihren Dienst. In den Bundesbahnwerkstätten in Linz wurde die Lok für das Technische Museum Wien aufgeschnitten. Mit einem elektrischen Antrieb konnten die Räder in Bewegung gesetzt werden. Bis heute fasziniert die Arbeit von Zylinder, Schieber und Stangen, wenn die Lok während der Vorführung zum Leben erweckt wird. Sie ist das größte Vorführobjekt im Technischen Museum.

Die Lokomotivfabrik Floridsdorf baute die Lok als AR 254 für die private Kronprinz-Rudolf-Bahn. Zwei Jahre später wurde die Bahnlinie in die k. k. österreichischen Staatsbahnen integriert und die Lok in kkStB 1.20 umbenannt. Nach dem Ersten Weltkrieg wechselte sie noch mehrmals den Namen und lief als DÖStB 1.20, ÖStB 1.20 und schließlich BBÖ 1.20.

Schnellzuglokomotiven haben mit ihren großen Rädern und eleganten Formen ein besonderes Flair. Die Bauform der 1883 gebauten 1.20 ist ganz typisch für das ausgehende 19. Jahrhundert. Das Vorbild war die auf der Weltausstellung 1873 vorgestellte „Rittinger“ der Lokomotivfabrik Wiener Neustadt. Die Bauart mit zwei angetriebenen Achsen und einem vorlaufenden Drehgestell wurde über 30 Jahre lang gebaut.

Die zwei angetriebenen Räder liegen innerhalb der Rahmenbleche, um den Kessel so tief wie möglich anordnen zu können. Dieses Konstruktionsprinzip basierte allerdings auf einem Irrtum. Der Fachmeinung nach sollte der tief liegende Kessel einen ruhigen Lauf im Gleis garantieren. Das erreichten aber erst die großen Lokomotiven der Ära nach 1900 mit ihren sehr hoch liegenden Kesseln.



Inv.Nr. 40524/1

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