• FA-123529 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Alltag
Sammlungsgruppe
Katastrophen- und Zivilschutz
Ausstellung
Alltag - eine Gebrauchsanweisung
Epoche
1930 - 1939

Feuerlöschapparat „Minimax“, Handfeuerlöscher mit Stoßknopf, um 1930

Griffig, immer betriebsbereit und leicht bedienbar – der tragbare Feuerlöscher „Minimax“ wird zum millionenfachen Verkaufsschlager.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden erste Versuche mit tragbaren Feuerlöschern gemacht, die ihr Löschmittel mit eigens erzeugtem Druck ausspritzten. Um 1900 existierten bereits 30 verschiedene Fabrikate von Nass- oder Wasserlöschern. Einer der populärsten war der im Technischen Museum Wien gezeigte „Minimax“.

Der erste „Minimax-Feuerlösch-Apparat“ kam 1902 auf den Markt. Aufgrund seiner charakteristischen Form wurde er schon bald „Spitztüte“ genannt. Gefüllt wog er neun Kilo. Das Gerät war handlich, stets einsatzbereit, frostsicher bis minus 30° C und vor allem leicht zu bedienen: Durch Aufstoßen auf den Fußboden wurde eine säuregefüllte Glastube zerstört. Ihr Inhalt reagierte mit einer wässrigen Natriumhydrokarbonat-Salzlösung, frei werdendes Kohlendioxid erzeugte einen Überdruck von vier bis fünf Atmosphären. Dieser trieb die Löschflüssigkeit zur Düse und spritzte sie bis zu zwölf Meter weit und acht Meter hoch.

Das in Wien hergestellte Gerät entwickelte sich zum Verkaufsschlager. Bis 1960 wurden viele Millionen Exemplare hergestellt. Bei den heutigen Handfeuerlöschern dominieren mittlerweile Trocken- oder Pulverlöscher.


Inv.Nr. 5463
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