• Hugo Theodor Horwitz © Technisches Museum Wien
  • Bücher und Mappen mit Manuskripten © Technisches Museum Wien
Sammlungsbereich
Die Quellenvielfalt des Archivs
Ausstellung
Inventarnummer 1938

Hugo Theodor Horwitz

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„Über die Verwendung von Zahnrädern im Alten Ägypten“ oder „Die erste Entwicklung und die Verbreitung von Windrädern“. Mit diesen Themen beschäftigte sich Hugo Theodor Horwitz, bis die Nationalsozialisten ihn wegen seiner Herkunft verfolgten.

Hugo Theodor Horwitz (1882 – 1942) lebte als Verfasser technikhistorischer Schriften in Berlin und Wien. Mit seiner Frau Marianne Ehrmann (1893 – 1942) hatte er einen Sohn, Anselm (1921 – 2015). Die Familie galt trotz ihrer katholischen Religionszugehörigkeit nach den Nürnberger Gesetzen als jüdisch und wurde nach 1938 vom Regime verfolgt. Anselm Horwitz konnte nach Irland flüchten und lebte nach dem Krieg in Kanada. Seine Eltern wurden am 28.11.1941 in das Minsker Ghetto deportiert, wo sie 1942 ermordet wurden.

Nach der Deportation des Ehepaars Horwitz übernahm die Farben-Lack und Firnisfabrik Lambrecht die Wohnung und fand einen mit Büchern, Manuskripten und persönlichen Dokumenten gefüllten Kasten vor. Die 97 Bücher und 40 Mappen mit Manuskripten und Notizen bot die Firma dem Technischen Museum als Geschenk an. Im Jahr 2006 konnten bei einem Besuch von Anselm Horwitz (Barnet) der Nachlass zurückgegeben werden. Den wissenschaftlichen Teil des Nachlasses seines Vaters schenkte er zusammen mit Dokumenten aus seinem Besitz dem Technischen Museum Wien. Die Bücher konnten angekauft werden.



Inv.Nr. NL-024
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