Laurin & Klement B-Z-N, um 1905

Bild
© Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Verkehr
Sammlungsgruppe
Straßenverkehr
Ausstellung
Mobilität
Epoche
1900 - 1909
Die Geburt des Motorrads aus dem Fahrrad ist dieser Maschine noch deutlich anzusehen. Laurin & Klement produzierte zunächst Fahrräder, dann Motorräder und ist heute eine Größe im Automobilbau.

1896 machten sich der Buchhändler Wenzel Klement und der Mechaniker Václav Laurin im böhmischen Mladá Boleslav (Jungbunzlau) als Fahrradproduzenten selbstständig. Sie stellten zunächst Fahrräder unter dem Markennamen „Slavia“ her. Ab 1899 produzierte Laurin & Klement auch Motorräder.

Kennzeichen der Motorräder von Laurin & Klement war die hohe Zuverlässigkeit der neu entwickelten magnetelektrischen Zündung. Auch die Vorderradfederung war besonders fortschrittlich. Der als Oberflächenvergaser fungierende Benzintank entsprach dagegen nicht ganz den technischen Standards der Zeit.

Um den Absatz ihrer Produkte zu steigern, engagierten sich Laurin & Klement ab 1902 auch im Rennsport. Zwischen 1902 und 1908 errang das Unternehmen zahlreiche nationale und internationale Rennsiege.

Laurin & Klement wurde zum bedeutendsten österreichischen Motorradhersteller vor Beginn des Ersten Weltkriegs. Die Firma stellte nahezu alle Teile selbst her und produzierte industriell. 1906 erreichte der Personalstand mit 495 Beschäftigten den Höchststand.

Bis 1908 stellte die Firma rund 3.000 Motorräder her. Ab 1908 konzentrierte sich Laurin & Klement auf den Automobilbau. 1925 fusionierte Laurin & Klement mit Škoda. Das Werk in Mladá Boleslav wurde zum Automobilhersteller Škoda.


Inv.Nr. 7532

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