Leuchtturm von Porer, Baujahr 1890

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 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
„Modell gewidmet von der k. k. Seebehörde in Triest 1890“ – die Sockelinschrift verrät den Stolz auf die umfassende und moderne Ausstattung des Seezeichens.

Der 35 Meter hohe Leuchtturm von Porer wurde 1833 errichtet. Er steht auf einem nur 80 Meter breiten Felsen, der 2,5 km südwestlich vom Küstenort Premantura entfernt ist. Das Seezeichen im Süden Istriens verfügt neben einem Leuchtfeuer auch über eine elektrische und optische Telegrafenstation, mit der Windstärke und Windrichtung angezeigt werden konnten.

Die meisten Leuchtfeuer sind mit plankonvexen Glaslinsen ausgestattet. Sie bündeln das Licht, das die Leuchtquelle ausstrahlt. Augustin Jean Fresnel konstruierte 1819/20 eine dioptrische (lichtbrechende) Stufenlinse zur Bündelung von Lichtstrahlen, die das Gewicht der Linse wesentlich verringerte. Die erste Linse, die er 1825 bauen ließ, besaß oberhalb und unterhalb der dioptrischen Linse katadioptrische Glasprismen, die das Licht gleichzeitig brechen und reflektieren.

Die Leuchtfeuer sind drehbar angeordnet und werden als Scheinwerferlinsen und als Gürtellinsen hergestellt. Bei Scheinwerferlinsen wird das Licht in vertikaler und horizontaler Richtung gebündelt, Gürtellinsen, bündeln das Licht nur in vertikaler Richtung. Beide Systeme können auch kombiniert angewendet werden.


Inv.Nr. 39931

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