Panzerkreuzer Potemkin

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Epoche
1930 - 1939

Am 21. Dezember 1925 wird in Moskau der sowjetische Stummfilm Panzerkreuzer Potemkin uraufgeführt. Dieser Propagandafilm des Regisseurs Sergei M. Eisenstein feiert die Revolution des Jahres 1905, die durch meuternde Matrosen auf dem Kriegsschiff Potemkin eingeleitet wird.

Für Deutschland übernimmt die kommunistische Berliner Filmfirma Prometheus den Verleih des Films, der seiner revolutionären Botschaft wegen natürlich Anstoß bei den Zensurbehörden erregt. Die Prometheus produziert 1926 eine Fassung mit deutschen Zwischentiteln und beauftragt den jungen Wiener Komponisten Edmund Meisel eigens dafür Filmmusik zu komponieren. Vier Jahre später stellt Meisel sogar eine komplette Tonfassung für den Film her, die Geräusche und gesprochene Dialoge enthält, welche die obligatorischen Zwischentitel ersetzen.

Diese Komposition macht ihn zu einem der Wegbereiter der Filmmusik wie des Tonfilms. Die gesamte Tonkomposition wird auf fünf Nadeltonplatten aufgenommen, die dann bei der Filmvorführung im Kino auf einem speziellen Projektor mit angeschlossenem Plattenteller nacheinander, synchron zum Film abgespielt werden.

TIPP: Die eben in der Edition Filmmuseum erschienene Doppel-DVD enthält mehrere Fassungen sowohl des „Panzerkreuzers“ als auch von Eisensteins „Oktober“, in beiden Fällen mit Edmund Meisels Originalmusik. Erhältlich ist die Doppel-DVD "Panzerkreuzer Potemkin" im Online-Shop.


Inv.Nr. 31167/1

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