Übersichtskarte der projektierten Trassen der Wien-Raaber Eisenbahn samt Nebenzweigen

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Quelle: Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Die Quellenvielfalt des Archivs
Sammlungsgruppe
Karten und Pläne
Epoche
1800 - 1849
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.
Nach Norden, nach Süden, nach Osten: Kaum hatte der Eisenbahnbau in Österreich begonnen, entwarfen die Planer ein weit verzweigtes Netz von zukünftigen Bahnlinien für das Land.

Die Übersichtskarte der Wien-Raaber Eisenbahn zeigt die damals projektierten Trassen zwischen Wien, Wiener Neustadt, Gloggnitz, Bruck an der Leitha, Kittsee und Pressburg (Bratislava) und Raab (Györ). Sie bildeten eine große Ringbahn. Über dieser Karte aus den Sammlungen des Technischen Museums Wien ist eine Abbildung der Lokomotive „Philadelphia“ zu sehen, die für diese Strecke angekauft wurde.

Georg Simon von Sina, Unternehmer und Konkurrent von Salomon Rothschild, und Matthias Schönerer waren federführend bei der Wien-Raaber Eisenbahn. Sina beantragte die Bewilligung der Strecke bei der k. k. Regierung. Da die Donau nur bedingt schiffbar war, erhoffte er sich von der neuen Eisenbahnstrecke eine verlässliche Verbindungslinie zum östlichen Teil des Kaiserreiches.

Matthias Schönerer reiste im Auftrag von Sina in die Vereinigten Staaten. Er studierte den dortigen Lokomotivbau und kaufte schließlich die Lokomotive „Philadelphia“ aus der Lokomotivfabrik William Norris. Die „Philadelphia“ wurde per Schiff in den Hafen von Triest gebracht und von dort mit Ochsenkarren nach Wien verfrachtet. In Wien wurde die Lokomotive zum Bau der Strecke eingesetzt. Ihr zu Ehren heißt die Brücke, die über den Meidlinger Einschnitt führt, heute „Philadelphiabrücke“.


Inv.Nr. EA-000859

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