• 17332-000_17006152_Vanguard.jpg Modell von Vanguard 1, Maßstab 1:1, hergestellt um 1960, übernommen von Josef Nagler, 1962, © Technisches Museum Wien
Sammlungsbereich
Verkehr
Sammlungsgruppe
Luftfahrt und Raumfahrt
Ausstellung
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Vanguard I

1958 startete die USA mit Vanguard 1 ihren zweiten Satelliten in eine Erdumlaufbahn. Erstmals waren auch sechs Silizium-Solarzellen mit an Bord. Diese neue Technologie wurde im Vorfeld allerdings mit großer Skepsis beäugt, weshalb man vorsichtshalber zusätzlich gut erprobte Quecksilberoxid-Zink-Batterien mit ins All schickte. Die Batterien funktionierten verlässlich und waren erwartungsgemäß nach 20 Tagen leer. Die Solarzellen übertrafen hingegen alle Erwartungen. Sie versorgten den eingebauten Sender über sechs Jahre lang mit Strom und verhalfen der Photovoltaik damit zum Durchbruch. Seither gilt sie als verlässliche und vor allem gewichtsparende Energiequelle in der Raumfahrt.

Weil Vanguard 1 bei einem Durchmesser von 16,5 cm nur ein Gewicht von 1,5 kg hatte, nannte ihn der damalige sowjetische Premierminister Nikita Chruschtschow scherzhaft „Grapefruit-Satellit“. Die „Grapefruit“ kreist bis heute auf einem stabilen Orbit um die Erde und wird voraussichtlich erst im Jahr 2198 abstürzen. Vanguard 1 ist heute das älteste von Menschen gemachte Objekt im Weltraum. Alle drei vor 1958 gestarteten Satelliten (Sputnik 1, Sputnik 2 und Explorer 1) sind nämlich bereits kurz nach ihrem Start schon wieder abgestürzt.



Inv.Nr. 17332
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